Mercedes-Benz Vito E-Cell, Tunnel, Glas, Werbefoto 10 Bilder Zoom

Elektromobilität: Mercedes punktet mit Vito E-Cell

Der erste Transporter mit einem Elektroantrieb ab Werk, der Mercedes Benz Vito E-Cell, kann sich nach einem Jahr Praxiseinsatz in Berlin und Stuttgart über positives Kundenfeedback freuen.

In beiden Städten sind ein Jahr lang jeweils 50 Fahrzeuge bei verschiedenen Kunden im Einsatz gewesen, teilt Mercedes-Benz mit. Das Projekt zur Marktvorbereitung und Ausbau der Elektromobilität wird von Wissenschaft, Industrie und den beteiligten Kommunen unterstützt. Die Fördermittel für Projekte dieser Art kommen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Im Mittelpunkt der Förderung stehen insbesondere die Forschung und Entwicklung der Elektromobilität.

Topographie als Auswahlkriterium

Ausschlaggebend für den Einsatz in den Städten Berlin und Stuttgart war die unterschiedliche Topographie, heißt es in der Mitteilung. Die Entwickler sammelten Daten zum innerstädtischen Betrieb im relativ flach gelegenen Berlin und im landschaftlich anspruchsvollen Stuttgart, wo der Höhenunterschied bis zu 350 Metern beträgt. Insgesamt sind 230 Vito E-Cell in weiteren Modellregionen unterwegs und haben zusammen bislang 650.000 Kilometer zurückgelegt.

Abgasfrei, leise und praxistauglich

Nach einem Jahr der Testphase fällt die Kundenbewertung für den Elektro-Transporter überwiegend positiv aus. Die Fahrer haben unter anderem das Fahrverhalten und die gleichmäßige Beschleunigung günstig eingestuft. Der Elektromotor beschleunigt von 0 auf 50 Stundenkilometer in 6,5 Sekunden. Das Tempo 80 erreicht der Vito E-Cell nach 11 Sekunden. Außerdem lobten die Testfahrer die Geräuscharmut des Fahrzeugs. Allerdings sei auch eine besonders vorausschauende Fahrweise wegen des leisen Antriebs erforderlich. Der Transporter werde von anderen Verkehrsteilnehmern teilweise überhört.
Der Vito E-Cell auf der Basis des Vito Kastenwagen mittlerer Länge ist bereits ab Werk mit einem Elektroantrieb ausgerüstet. Die Reichweite der Lithium-Ionen-Traktionsbatterie hat einschließlich des Winterbetriebs mindestens 80 Kilometer pro Batterieladung betragen, berichtet der Automobilkonzern. Dies sei in den weitaus meisten Einsatzfällen ausreichend. Zugunsten der Reichweite ist die Maximalgeschwindigkeit des Vito E-Cell auf 89 Kilometer pro Stunde abgeriegelt. In den Modellstädten seien die Fahrzeuge im vergangen Jahr überwiegend in einem Bereich bis maximal 55 Kilometer pro Stunde gefahren. Das Aufladen der Batterien erfolgt an einer 380/400-Volt-Netzanlage und dauert maximal sechs Stunden. Außerdem kann der Vito E-Cell bei Bedarf auch am 230-Volt-Netz aufgeladen werden.

Fördermaßnahme Elektromobilität

Einsatzgebiete des Vito E-Cell sind Kurier-, Express- und Paketdienstleister, Werkverkehr in Großkonzernen, Service-, Kundendienst- und innerbetrieblicher Transporteinsatz. Die öffentliche Förderung von Vito E-Cell wird durch unterschiedliche Maßnahmen ermöglicht. Beispielsweise können Kunden innerhalb des Förderzeitraums die Elektro-Transporter über mehrere Monate kostenlos nutzen oder erhalten einen Zuschuss beim Kauf des Fahrzeugs.
Die Projekte in Berlin und Stuttgart sind insgesamt auf vier Jahre ausgelegt. Darüber hinaus plant Mercedes den Einsatz des Vito E-Cell auf weitere Regionen in Deutschland und auf die meisten Länder Westeuropas auszuweiten.

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18. Januar 2012
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