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Elektrobus: Versuchsbus lädt den Akku in Windeseile

Die Ladezeit des Elektro-Versuchsbusses für seine Tour im Dresdner Linienverkehr entspricht der Kochzeit eines sehr weichen Hühnereis: lediglich viereinhalb Minuten. Und es soll noch schneller gehen.

Wer in Dresden in die Linie 61 steigt, der hat seit wenigen Tagen die Chance, mit einem rein elektrisch angetriebenen Bus befördert zu werden. Das Besondere daran: Das Fahrzeug lässt sich nach jedem Umlauf auf der rund 14 Kilometer langen Strecke innerhalb weniger Minuten wieder aufladen. Der Bus ist ein Versuchsfahrzeug des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme, mit dem mehr Erfahrungen über Elektroantriebe im Linienbetrieb gesammelt werden sollen.

Akkus in Rekordzeit laden

Den "Sprit" holt sich das zwölf Meter lange Fahrzeug an einer Dockingstation über einen Stromabnehmer auf dem Wagendach. Bei einer Leistung von 250 kW sind die Akkus, die mit einem Streckenumlauf etwa 20 Prozent ihrer Energie verlieren, binnen viereinhalb Minuten wieder voll aufgeladen. Theoretisch könnte der Bus mit dem 85 Kilowattstunden starken Lithium-Polymer-Akku bei kompletter Ladung über 55 Kilometer fahren.

Per Puls theoretisch in 20 Sekunden laden

Würde die Übertragungsleistung auf 500 kW hochgefahren, sei das Aufladen mit kurzen, doch intensiven Pulsladungen sogar binnen 15 bis 20 Sekunden möglich, und damit innerhalb eines gewöhnlichen Zeitraums des Ein- und Aussteigens von Fahrgästen, so die Projektbetreiber. Damit wäre die Streckenlänge auch mit kleineren, preiswerteren Energiespeichern nahezu beliebig erweiterbar - vorausgesetzt, die Infrastruktur stimmt und weitere Ladestationen an den Haltestellen stünden zur Verfügung. Die Ladeelektronik braucht allerdings reichlich Platz und steckt derzeit noch in zwei Transporter-großen Containern. 

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Fraunhofer-Institut

Datum

17. November 2014
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