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Ein Amerikaner in Europa: Ford Transcontinental

Die Studentenrevolte strebte ihrem Höhepunkt entgegen, als Ford ein letztes Mal versuchte, mit einem schweren Lkw in Europa zu landen.

"Transcontinental" hieß der Brummer, der sein imposantes Fahrerhaus von Berliet entliehen hatte und mit solidester Technik vorfuhr: symmetrischer Rahmen vom US-Truck Louisville (der Geburtsstadt Cassius Clays alias Muhammad Ali), 13,8-Liter-Cummins-Maschine mit avantgardisischer Pumpe-Düse-Einspritzung sowie Fuller-Getriebe. Das ergab einen Schwergewichtler, der im Prinzip unverwüstlich war. Nach gutem Start kletterte die Tagesproduktion im Ford-Werk Amsterdam zeitweise auf zwölf Einheiten pro Tag. Doch war’s den Ford-Granden im großspurigen Amerika wohl zu wenig. Sie delegierten die Produktion an Foden auf der Insel. Als das Britische Pfund im Kurs dann stieg, wurde der Transconti für den Kontinent zu teuer. Der Vorhang fiel für ihn im Jahre 1984.

Autor

Foto

Michael Kern

Datum

8. August 2014
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