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DIHK-Report Unternehmensnachfolge: Die Suche wird immer schwieriger

Mittelständischen Unternehmen fällt es immer schwerer, einen geeigneten Betriebsnachfolger zu finden. Wie der neue DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge verdeutlicht, geht die Schere weiter auf.

Bereits im Vorjahr verzeichneten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) erstmals mehr übergabewillige Alt-Inhaber als Junior-Unternehmer. Dieser Trend hat sich laut dem Bericht seitdem weiter verstärkt. Im Verkehrssektor kommen auf einen potentiellen Nachfolger 1,7 Seniorunternehmer.

Demografie und Fachkräftemangel

Die Zahl der übernahmeinteressierten Existenzgründer, die den Rat der IHKs suchen, sank laut DIHK auf einen neuen Tiefstand und hinkt erstmals hinter der Rekordzahl an Altinhabern hinterher, die ihren Betrieb übergeben wollen. Als Ursachen werden vor allem der demografische Wandel und der (damit verbundene) Fachkräftemangel ausgemacht. Während immer mehr Unternehmer das Ruhestandsalter erreichten, zögen gut Qualifizierte ein gut dotiertes Angestelltenverhältnis vor.  41 Prozent der Senior-Unternehmer und fast die Hälfte der potenziellen Übernehmer finden keinen passenden Gegenpart. Dabei sind die Frauen im Kommen – rund ein Viertel der potenziellen Übernehmer sind mittlerweile bereits weiblich. Auch hier macht sich ein fortschreitender gesellschaftlicher Wandel bemerkbar. Die Finanzierung bleibt laut Bericht die größte Hürde für Übernehmer. Jeder zweite habe Schwierigkeiten, die Übernahme sowie etwaige notwendige Modernisierungsinvestitionen zu finanzieren. Allerdings wirke sich das günstige Zins- und Finanzierungsumfeld positiv aus.

Erbschaftssteuer verunsichert

Zu starker Verunsicherung bei mehr als einem Fünftel der Gefragten führt laut DIHK die drohende Verschärfung bei der Erbschaftsteuer – ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts soll bis spätestens Februar 2015 für Klarheit sorgen, teilte eine Sprecherin mit. Dabei soll das Gericht klären, ob Steuervergünstigungen nach dem Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG), die beim Übergang betrieblichen Vermögens gewährt werden, verfassungsgemäß sind. Problematisch ist in vielen Unternehmen auch, dass für einen durch Krankheit, Unfall oder Tod des Seniorchefs verursachten Notfall keine Planung vorliegt. Dieser Anteil stieg zuletzt wieder und gilt konstant für mindestens 70 Prozent. Auf der Suche nach Lösungen sieht der DIHK auch die Politik in der Pflicht, „den Generationswechsel im Mittelstand nicht zusätzlich zu erschweren“. Der Verein erinnert die Bundesregierung an ihre Aussage im Koalitionsvertrag nach einer mittelstandsfreundlichen Erbschaftsteuer. "Auch künftig müssen Unternehmen ohne Substanzverlust von einer Generation auf die nächste übertragen werden können", fordert der Bericht.

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Jeanette Dietl, Donaustauf

Datum

28. November 2014
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