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Digitalisierung auf der Schiene: Kombiverkehr strebt bessere Auslastung an

Operateur Kombiverkehr digitalisiert die Prozesse auf der Schiene. Geschäftsführer Armin Riedl hat dabei vor allem die Prozesse im Blick. Ziel ist es, die Kosten zu senken, um gegenüber dem Lkw wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Operateur Kombiverkehr treibt nicht erst seit gestern die Digitalisierung der Prozesse voran. So haben die Frankfurter etwa die bestehende Online-Buchung im vergangenen Jahr modifiziert. Auch eine tagesaktuelle Online-Fahrplanauskunft gibt es schon lange. Dazu ist Kombiverkehr dabei, sämtliche internen Prozesse innerhalb der Auftragsabwicklung vollständig zu digitalisieren.

Nun geht das Unternehmen, das sich dem Kombinierten Verkehr (KV) verschrieben hat, den nächsten Schritt. Auf der Messe transport logistic (Halle B6, Stand 305/406) steht unter anderem ein Projekt zur Vereinheitlichung der Schnittstellen im Schienengüterverkehr im Fokus. Elf Partner bestehend aus Kombi-Operateuren, Terminalbetreibern,Eisenbahnverkehrsunternehmen und Spediteuren haben sich hier zusammengetan. Ziel ist es, die intermodalen Lieferketten zu digitalisieren. Komiverkehr-Geschäftsführer Armin Riedl erläutert die Hintergründe.

Herr, Riedl,geht von der Digitalisierung eine disruptive Gefahr für Ihr Geschäftsmodell aus?

Wie das in 30 Jahren aussieht, vermag ich heute nicht abzuschätzen. Mittelfristig sehe ich hier allerdings keine Gefahr. Dafür gibt es zu viele unvorhersehbare Ereignisse, die manuell nachgesteuert werden müssen, etwa bei einer kurzfristigen Streckensperrung.

Lässt sich eine Verspätung nicht ebenfalls digital einspielen?

Theoretisch ja. Allerdings ist der Zugverkehr in Bezug auf die Schieneninfrastruktur in Bereichsabschnitte eingeteilt. Der Infrastrukturbetreiber ist leider  aktuell nicht in der Lage, zu sagen, wie sich diese Verspätung in den kommenden Bereichen auswirkt. Eine automatisierte Steuerung der Züge würde eine zuverlässige Aussage zur voraussichtlichen Ankunftszeit ermöglichen.

Was für Vorteile versprechen sich die Beteiligten?

Kombiverkehr verspricht sich unter anderem eine bessere Auslastung der Züge und eine noch bessere Abwicklung im Terminalbetrieb. Langfristig könnten hiervon auch die Preise positiv beeinflusst werden. Beides sind wichtige Stellschrauben, um gegenüber dem Lkw wettbewerbsfähig zu bleiben. Ähnliches gilt auch für die Terminalbetreiber und die Spediteure. Letztlich gewinnen mit der Digitalisierung alle Prozessbeteiligten.

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Datum

28. April 2017
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