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Der Digitale Tachograf DCTO 2.0 Zoom

Digitaler Tachograf DCTO 2.0: Fahrzeugmanagement per Digitacho

Mit dem DTCO 2.0 bringt VDO Continental eine neue Version des Fahrtenschreibers heraus. Der entwickelt sich zur Lösung in Sachen Fahrzeugmanagement.

Als Appetit-Happen vor der Nutzfahrzeugmesse IAA im September hat der Hersteller des Digitalen Tachografen, VDO Continental, bereits einen ersten Blick auf seine neue Gerätegeneration gewährt – den DTCO 2.0 – zunächst in der Version A. Der Generationswechsel ist nötig, weil zum 1. Oktober dieses Jahres die zweite Stufe der EU-Verordnung (1266/2009) in Kraft tritt. Die schreibt bei neu zugelassenen Lkw und Transportern unter anderem einen zweiten Bewegungssensor vor, damit es Fahrtdaten von einer unabhängigen Quelle gibt. Der erste kommt übrigens vom sogenannten Kitas-Sensor des Tachos.

So will die EU-Kommission einer etwaigen Manipulation der Bewegungsdaten vorbeugen. Kommt es zu einer Abweichung, die länger als eine Minute dauert, erfasst das Gerät diesen Widerspruch. Um den Datenschutz zu gewährleisten, wird diese Abweichung allerdings weder auf der Fahrer- noch auf der Werkstattkarte gespeichert.

Sensor Kitas 2+ von VDO

Aus den Erfahrungen der Vergangenheit muss der Digitacho zudem resistent gegenüber Magneten sein, um auch diesbezüglich Manipulationen auszuschließen. Dazu hat VDO einen Sensor namens Kitas 2+ entwickelt. Bei kleineren Magneten bemerkt dieser Sensor die externe Störung und steuert gegen. Ist der Magnet zu groß, um gegensteuern zu können, hält der Tacho dieses Ereignis fest. 

Wie schon sein Vorgänger 1.4 setzt auch der DTCO 2.0 auf die 1-Minuten-Regel. Das heißt es wird die Tätigkeit erfasst, die als die als längste Tätigkeit innerhalb einer Minute ausgeführt wurde.

Software informiert über Lenkzeiten

Vollkommen neu ist hingegen der optional verfügbare VDO Counter, der ab Herbst 2012 mit der DTCO-Version 2.0 über den Nachrüstmarkt verfügbar ist. Die Software fungiert dabei als Bordcomputer, der den Fahrer über die aktuellen Lenk- und Ruhezeiten auf dem Laufenden hält.

Während der Tour genügt ein Blick auf das Display, um zu erkennen, wie lange der Fahrer sein Fahrzeug noch steuern darf. Es zeigt an, wann und in welcher Länge die nächste Ruhezeit erfolgen muss. Während der Pause zeigt der DTCO 2.0 die verbleibende Ruhezeit sowie die anschließende maximale Fahrzeit an. Einen Tastendruck weiter findet man alle benötigten Informationen für die aktuelle Schicht, zum Beispiel die restliche Lenkzeit des Tages. Ebenso informiert der VDO Counter über die verbleibende Wochenlenkzeit – auf Wunsch sogar wochenübergreifend.

GPS-Sensor namens VDO DTCO Geo-Loc

Mit dem GPS-Sensor, den VDO DTCO Geo-Loc getauft hat, werden darüber hinaus auch eine Reihe weiterer Services ermöglicht. So wollen die Villinger sich auch im Bereich Fahrzeugmanagement etablieren. Eine Telematiklösung vorausgesetzt lassen sich mittels des VDO Counters grafische Ausdrucke von Geschwindigkeitsprofilen sowie Status- und Aktivitätsprotokolle erstellen. Wie schon beim Vorgänger gehen die Massenspeicherdaten per Remote Download über Mobilfunk direkt in das Unternehmen. In der internetbasierten Lösung TIS-Web kann der VDO-Nutzer dann nicht nur die gesetzlichen Archivierungsfristen gewährleisten. Mithilfe von betriebswirtschaftlichen Programmen lassen sich schließlich auch noch die Informationen auswerten und so die Effizienz des Fuhrparks steigern.

Als besonderes Schmankerl kommt zur IAA eine App für Android-Smartphones und bald auch für iPhones heraus, mit der sich der Fahrer die Infos das Digitachos auch auf seinem Handy anzeigen lassen kann. Für 2013 soll es sogar ein Programm geben, das mittels ITS-Daten und sonstigen Informationsquellen eine Parkplatz-Suche und -Reservierung möglich werden soll. Wenn auch noch zunächst in bescheidenem Umfang.

Was sind Intelligente Transport Systeme?

Unter dem Beriff Intelligente Transport Systeme (ITS) versteht man grob gesagt alles rund um die Verkehrstelematik. Im Fokus steht dabei vor allem auch die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander beziehungsweise der Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Infrastruktur. Dadurch werden neue Assistenz- und Infotainmentsysteme möglich. Die wiederum sollen die Verkehrssicherheit erhöhen sowie einen wirtschaftlicheres Nutzen der Ressourcen ermöglichen. Da VDO die Möglichkeit geschaffen hat, dass diese Daten in den Digitalen Tachografen einfließen können, bezeichnen die Villinger den DCTO 2.0 als ITS ready.

Portraits

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VDO

Datum

30. Juli 2012
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