Dirk Zingler, Geschäftsführer von Die Baustofflogistiker und Die Agrarlogistiker. Zoom
Foto: Daimler/Jörg Sänger

Die Baustoff- und Agrarlogistiker in Berlin

Eine Million Tonnen am Terminal umgeschlagen

Ob Frischbeton, Schüttgut oder Stahl – bei dem Unternehmen "Die Baustofflogistiker" mit Sitz in Berlin geht es um große Transportmengen. Eigentlich firmiert der Betrieb unter Röfa Mobilbeton. Doch auf den Lkw prangt der eingängigere Name in Rot und Schwarz. Mehr als eine Million Tonnen wurden allein letztes Jahr über das eigene Umschlagsterminal in Berlin verladen.

Mit von der Partie ist auch das Schwesterunternehmen "Die Agrarlogistiker". Die handelnden Personen sind "zumindest an den verantwortlichen Stellen so ziemlich dieselben", erklärt Dirk Zingler, der in beiden Unternehmen als Geschäftsführer die Geschicke leitet und sie darüber hinaus auch gegründet hat. Auch bei den Agrarlogistikern ist das Logo in Schwarz und Rot auf den Lkw zu sehen.

Das Untergliedern in zwei rechtlich selbstständige Einheiten hat einen entscheidenden Grund: "Die Agrarlogistiker sind nach dem Standard GMP+ zertifiziert", berichtet Zingler im Gespräch mit trans aktuell. Dahinter verbirgt sich das sogenannte "Good Manufacturing Practice"-System.  Hierbei wird die gesamte Futtermittelkette vom Rohstoffproduzenten über den Transportunternehmer bis hin zum Vieh haltenden Landwirt überwacht. Die wiederum braucht es bei der Baustofflogistik natürlich nicht.

"Angefangen haben wir nach dem Mauerfall mit den Brüdern Röck aus Dachau, damals noch als Betonproduzent. Irgendwann lief der Logistikbereich so gut, dass wir unseren Fokus auf den Transport, das Lagern und das Umschlagen gelegt haben. Seitdem sind wir als reiner Logistikdienstleister unterwegs", berichtet Zingler. Dabei ist sein unternehmerisches Handeln auf Effizienz ausgerichtet. Der Hauptlauf erfolgt meist auf der Schiene. Dann wird am eigenen Terminal in Berlin auf Lkw umgeschlagen. "Von dort geht es schließlich in die Verteilung in Berlin-Brandenburg", erläutert Zingler.

Mit dem eigenen Fuhrpark effizient unterwegs

Auch beim eigenen Fuhrpark, der rund 120 Sattelauflieger sowie 80 Fahrmischer umfasst, liegt der Fokus auf Effizienz. "Wir tauschen unsere Fahrzeuge nach 36 bis maximal 48 Monaten aus", sagt Zingler. Das hat zur Folge, dass mehr als 100 der Lkw die Euro-6-Norm erfüllen. Mitte 2018 ist dann der gesamte Fuhrpark auf die aktuell beste Schadstoffklasse umgestellt. In der 100-prozentigen Merce­des-Flotte sammelt und sendet darüber hinaus die Daimler-­eigene Telematik-Fleetboard die Fahr- und Wartungsdaten.

Diese Informationen wiederum fließen dann in das Transport-Management-System (TMS) Opheo aus dem Hause Initions, welches an das ERP-System (Enterprise-Resource-Planning) Microsoft Dynamics NAV angebunden ist. "Auf diese Weise haben wir – unter anderem auch dank Geofencing – unsere Lkw und damit die Ladung immer im Blick. Das gilt aber natürlich ebenfalls für unsere Kunden, die im Fall einer Unregelmäßigkeit per Push-Nachricht proaktiv benachrichtigt werden", so Zingler. Beliefert werden dabei vornehmlich Großbaustellen, die gegebenenfalls umplanen können.

Mit Werbeaussagen in Richtung Grüne Logistik hält er sich zurück. "Wie viel CO2 wir einsparen, habe ich noch nie berechnet. Wir versuchen, schlicht so ökologisch und ökonomisch wie möglich unterwegs zu sein", erklärt der Unternehmer. Das habe er auch Tochter Jenny und  Sohn Tobias mit auf den Weg gegeben. Denn die zweite Generation steht bereits mehr als nur in den Startlöchern. "Mein Sohn ist verantwortlich für die technische Beschaffung, meine Tochter leitet das Personalwesen", berichtet Zingler. Einer erfolgreichen Weiterentwicklung stehe folglich nichts mehr im Weg.

Die Unternehmen

  • Muttergesellschaft ist DZ Baustofflogistiker mit Sitz in Berlin
  • Die zwei Schwesterunternehmen Röfa Mobilbeton sowie Agrar Log sind Logistikdienstleister und agieren deutschlandweit mit rund 280 Mitarbeitern
  • Die Umschlagsgesellschaft SBB, zugleich zugelassenes Eisenbahnverkehrunternehmen, gehört auch zur Gruppe
  • Geschäftsführer ist Dirk Zingler, der zugleich als Präsident die Geschicke des Fußballvereins 1. FC Union Berlin lenkt
  • 120 Sattelauflieger sowie 80 Fahrmischer, alle aus dem Hause Daimler und mit Fleetboard-Telematik ausgestattet
  • Im Jahr 2016 mehr als eine Million Tonnen umgeschlagen (Lkw – Bahn – Schiff)
Portraits

Datum

14. März 2017
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