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DGB-Schiedsgericht: Verdi ist für Fahrzeuglogistiker zuständig

Das Schiedsgericht des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi als zuständige Gewerkschaft für den Fahrzeuglogistiker Egerland Car Terminal in Bremen bestätigt.

Das Urteil ist für die Branche maßgebend, weil der Fahrzeuglogistiker am Standort Bremen im Bereich Kontraktlogistik tätig ist.

"Der Vorstoß der IG-Metall ist gescheitert, Verdi durch aggressive Mitgliederpolitik aus einem Speditionsunternehmen der Kontraktlogistik in Bremen zu drängen", erklärt der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) in einer Mitteilung. Nach Ansicht des DGB-Schiedsgerichts komme es für die Bestimmung der Tarifzuständigkeit einer Gewerkschaft im Wesentlichen auf den wirtschaftlichen Schwerpunkt eines Unternehmens an und nicht auf den Organisationsgrad einer Gewerkschaft. Ausschlaggebend seien vielmehr die Anzahl der Arbeitnehmer in den einzelnen Aufgabenbereichen, der Anteil der unterschiedlichen Leistungen am Gesamtumsatz und die technische Ausstattung des Betriebs.
 
Das Urteil bestätige laut DSLV die Rechtsauffassung des Arbeitgeberverbandes Spedition und Logistik Deutschland (ASL), der mit seinen Landesverbänden seine Mitglieder im Kampf gegen die Aktivitäten der IG-Metall unterstütze. "Das Urteil des Schiedsgerichts ist eine wichtiges Signal für unsere Branche und insbesondere für die Gewerkschaften, dass Verdi der zuständige Tarifvertragspartner in der Spedition und Logistik ist", sagt Hans-Wilhelm Löhr, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands. Aggressive Mitgliederpolitik führe nicht zum gewünschten Ziel, fügt er an.
 

Susanne Spotz, ETM online

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Verdi Berlin

Datum

23. Mai 2013
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