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Der neue VW Transporter: Innerer Wandel

Im Juli kommt die neue T6-Baureihe. Optisch tut sich beim Transporter wenig, unterm Blech dafür umso mehr: Die neuen TDI-Motoren sind sparsamer, Assistenzsysteme machen ihn sicherer.

Der VW Transporter wird dieses Jahr 65 Jahre alt. Von der Rente ist er dennoch weit entfernt. Jetzt steht die sechste Generation in den Startlöchern. Am geradlinigen und zeitlosen Outfit des Transporters haben die Designer nur wenig verändert. Lediglich die Front wurde geschärft, wodurch der T6 moderner erscheint und stämmiger auf der Straße steht. Ab der A-Säule ähnelt er dann seinem Vorgänger.

Einen Trumpf zieht VW dennoch. Wie der damalige Bulli, bekommt auch der T6 wieder eine Zweifarbenlackierung. Sprich: Unterhalb der Fensterlinie erstrahlt er in einem anderen Farbton. Der Retro-Look ist allerdings exklusiv dem Launchmodell Multivan Generation SIX vorbehalten.

Weil der T6 weiterhin die Plattform des T5 nutzt, ändert sich bei den Abmessungen nichts. Das bedeutet: Es gibt zwei Radstände (3.000 und 3.400 mm), zwei Gesamtlängen (4.892 und 5.292 mm) und drei Dachhöhen. Somit bleibt auch beim Ladevolumen und der Nutzlast alles wie gehabt. Neben Kastenwagen, Pritsche, Doppelkabine und Kombi fürs Handwerk stehen ebenso weiterhin Multivan und Caravelle für den Shuttle-Einsatz parat.

Neue TDI-Motoren-Generation

Das Motorenprogramm umfasst insgesamt sechs Motorisierungen – vier Diesel und zwei Benziner. Serienmäßig sind alle Euro-6-Motoren mit einer Start-Stopp-Automatik ausgerüstet. Je nach Leistung sind sie an ein manuelles 5- beziehungsweise 6-Gang-Getriebe oder ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG gekoppelt. Der neue, quer eingebaute Zweiliter-Diesel EA288, der bereits im neuen Caddy zum Einsatz kommt, wird in vier Leistungsstufen (84 PS, 102 PS, 150 PS und 204 PS) angeboten. Bei den Aggregaten bis 150 PS sorgt jeweils ein Turbolader mit variabler Turbinengeometrie für Schub, die 204-PS-Version verfügt über eine zweistufige Aufladung.

Die neuen Selbstzünder sollen laut VW mit besseren Elastizitätswerte punkten und gleichzeitig im Mittel einen Liter weniger verbrauchen, was rund 24 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Verbrauchs-Champion ist der 102 PS starke TDI Bluemotion, der sich laut VW mit 5,5 Litern begnügen soll. Zur Einhaltung der Euro-6-Norm rüstet VW die Dieselmotoren mit einem SCR-Katalysator und einem 13 Liter fassenden Adblue-Tank aus, der alle 7.000 km – also unabhängig der Serviceintervalle – aufgefüllt werden muss.

Während die Pkw-Modelle ausschließlich die neuen Euro-6-Motoren bekommen, gibt es die Nutzfahrzeugvarianten bis September 2016 noch mit dem  alten Euro-5-Aggregat EA189. Die Preise sind etwas gesunken und starten ab 23.035 Euro netto für den Transporter (84 PS/Euro 5).

Benzinerseitig bietet Volkswagen den bekannten Zweiliter-Vierzylinder aus dem T5 an. Der TSI-Motor leistet 150 oder 204 PS. Neu ist dafür die adaptive Fahrwerksregelung DCC, welche die Dämpfer neben der normalen Kennlinie wahlweise komfortabel oder sportlich ausrichtet.

Touchscreen mit Annäherungssensorik

So dezent wie VW an der Optik des T6 gefeilt hat, so geringfügig fallen auch die Änderungen im Fahrzeuginneren aus. Die Armatureneinheit ist geradliniger aufgebaut und mit besseren Materialien bestückt. Das Cockpit im Transporter bleibt VW-typisch sachlich und klar strukturiert. Multifunktionslederlenkrad und Instrumenteneinheit übernimmt der T6 von den Pkw-Modellen.

Ganz neu sind die vier Radio- und Navigationssysteme, die Einzug in die T-Baureihe finden. Alle Geräte verfügen über eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Außer dem Einstiegsradio werden alle Systeme über einen fünf oder 6,33 Zoll großen Touchscreen bedient. Der größere verfügt über eine Annäherungssensorik, die bereits von Golf, Passat und Co. bekannt ist. Sobald der Zeigefinger sich dem Display nähert, schaltet der Bildschirm vom Anzeigen- in den Bedienmodus. Per Mirrorlink erlaubt das System dem Fahrer bestimmte Apps vom Smartphone auf den Bildschirm zu spiegeln.

Aus den Pkw stammen auch die neuen Assistenzsysteme, die der T6 mitbringt. Serienmäßig ist eine Multikollisionsbremse an Bord, die den Transporter nach einer Kollision automatisch abbremst, um Folgeunfälle zu vermeiden. Gegen Aufpreis gibt es einen Auffahrwarner, eine City-Notbremsfunktion, eine automatische Distanzregelung, eine Müdigkeitserkennung, eine elektronische Gespannstabilisierung bei Fahrzeugen mit Anhängervorrichtung sowie einen Fernlichtassistenten. Wer das Budget hat, sollte zudem in die neuen LED-Scheinwerfer samt Rückleuchten in LED-Technik investieren.

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VW

Datum

15. April 2015
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