MAN TGX 540, Herpa 18 Bilder Zoom

Herpa präsentiert Weltgeschichte: Supertruck Duodecimus

Duodecimus ist lateinisch und bedeutet "der Zwölfte" – Modellhersteller Herpa ließ sich mit Neuem aus der Reihe "Weltgeschichte" etwas Zeit. Das Warten auf dem Römer-Truck hat sich gelohnt.

Die Nummer 12 aus der Reihe "Herpa präsentiert Weltgeschichte" greift ewig Großes auf: das Römische Reich. Ideengeber und ausführender Künstler war wie bei allen vorangegangenen Geschichts-Trucks wieder Walter Rosner aus Mitterteich. Gut sechs Wochen benötigte der Airbrusher, um seinen zahlreichen Ideen auf einem MAN-Kühlsattelzug der Trio-Trans-Logistik GmbH aus Friedberg Farbe zu verleihen.

Das Rom vor Christi Geburt auf der Fahrerseite

Rosner teilte die Fahrer- und Beifahrerseite des Sattelzugs in zwei unterschiedliche Zeiträume ein: Die Fahrerseite erzählt die Geschichte Roms vor Christi Geburt, die Beifahrerseite zeigt den weiteren Werdegang des Reiches nach dem Beginn unserer Zeitrechnung. Der Streifzug durch das Römische Reich beginnt an der Fahrertür des MAN mit der Sage um Romulus und Remus und der anschließenden Gründung Roms im Jahre 753 v. Chr. Wer nachzählt, erkennt, dass Rosner sieben Hügel entlang des Tibers 
auf das Fahrerhaus lackierte. Über diesen sollte die Stadt Rom entstehen und von 
einem kleinen Dorf zum Zentrum einer Weltmacht werden.

Aus dieser geschichtlichen Epoche stammen Erfindungen und Leistungen, die sich bis in die heutige Zeit bewahrt haben. Man denke nur an die Aquädukte und die perfekte Wasserversorgung Roms oder an das gut ausgebaute Straßennetz. In seiner Blütezeit durchzogen stolze 80.000 befestigte Straßenkilometer das Römische Reich. Die Fahrerseite als Komplettansicht steht für die noch heute gebräuchliche Redewendung "Alle Wege führen nach Rom". Die von Walter Rosner penibel mit Steinplatten angelegte Strecke führt in seinem Gemälde nicht nur tatsächlich nach Rom beziehungsweise quer über den Kühlauflieger hinweg, nein, die Straße beginnt in Wirklichkeit schon an der vorderen linken Fahrerhausecke des MAN.

Die spinnen, die Römer!

Auch das Kürzel "S.P.Q.R." auf der Standarte blieb der Nachwelt erhalten. Noch heute zieren diese Buchstaben beispielsweise Kanaldeckel, Mülltonnen oder andere öffentliche Dinge in der Stadt Rom. Die Abkürzungen bedeuten "Senatus Populusque Romanus – Senat und Volk von Rom". Allerdings kann diese Buchstabenkombination auch für etwas anderes stehen und so übersetzte sie auch Airbrusher Walter Rosner scherzhaft mit einem ebenfalls weit verbreiteten Ausspruch: "Sono Pazzi Questi Romani – Die spinnen, die Römer!"

Zu Beginn des Kühlaufliegers auf der Fahrerseite kann sich jeder davon überzeugen, denn Rosner räumte so wichtigen Persönlichkeiten wie Cäsar und Augustus oder Caligula und Nero einen angemessenen Platz ein. Von diesen und den meisten römischen Herrschern und Kaisern ist geschichtlich überliefert, dass sie, vorsichtig ausgedrückt, "nicht ganz normal" waren.

Brot und Spiele für die Masse

Das Leben in Rom bestand aus "Brot und Spielen" – nur leider nicht für alle. Bei den verschiedenen Attraktionen wie den Wagenrennen und den oftmals blutrünstigen Unterhaltungskämpfen in den Arenen verloren Hunderttausende Menschen ihr Leben und den Tieren ging es nicht besser. Nach der Zeit dieser gigantischen Unterhaltungsmaschinerie, die im Kolosseum betrieben wurde, existierten im Umkreis von Rom so gut wie keine wilden Tiere mehr. Die Römer hatten sie schlichtweg zusammen mit vielen Menschen zur Belustigung des Publikums getötet. Im Laufe der Jahrhunderte mussten durch die verschiedenen römischen Kriege und Feldzüge leider noch viele Millionen Menschen ihr Leben lassen.

Vor allem Franz Zerle, dem Vorführwagen-Disponenten der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, ist es zu verdanken, dass das ganze Projekt reibungslos über die Bühne ging. Der MAN TGX 540 hat sogar schon ein bisschen Erfahrung im Repräsentieren seiner Zunft, denn bei der Sattelzugmaschine handelt es sich um einen der ehemals roten MAN-Weihnachtstrucks aus dem Jahr 2010. Zukünftig wird der Zwölfte in einer Flotte rollen, in der auf schöne und repräsentative Fahrzeuge schon immer viel Wert gelegt wurde. In bester Gesellschaft befindet er sich da ohnehin, denn auch die Nr. 2 der Herpa-Geschichts-Trucks, "Der Goldrausch", läuft bereits 
seit ein paar Jahren im Fuhrpark der Trio-Trans-Logistik GmbH im bayerischen Friedberg.

Truck: MAN TGX 540

  • Baujahr: 2010
  • Leistung: 540 PS/368 kW
  • Laufleistung: 20.000 Kilometer
  •  Fahrer: Hans Mahnke, Mering, Deutschland
  • Artwork: Walter ­Rosner, Mitterteich, Deutschland
  • Innenausstattung: Autohof Berg GmbH, Berg Deutschland
  • Anbauteile: HS-Schoch Truckstyling, Lauchheim, Deutschland
  • Aufgabengebiet: nationale Kühltransporte

Autor

Foto

Otto Miedl

Datum

27. Juni 2012
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