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Dekra Award: Die Welt sicherer machen

Innovative Lösungen für mehr Sicherheit hat die Sachverständigenorganisation Dekra am gestrigen Abend in Stuttgart ausgezeichnet.

Im Bereich Verkehrssicherheit erhielt Anton Klott, technischer Leiter der Edeka Handelsgesellschaft Südbayern und verantwortlich für rund 150 Lkw, die Auszeichnung. Klott hatte gemeinsam mit seinem Werkstattteam einen Lkw-Abbiegeassistenten entwickelt, der für alle Fahrzeugmarken nachrüstbar ist und nicht mehr als 500 Euro kostet. Das System, das unter anderem die Rückfahrkamera der Lkw und den Signalgeber nutzt und Ultraschallsensoren am Einstieg rechts beinhaltet, warnt den Fahrer mit optischen und akustischen Signal vor Personen im sogenannten Toten Winkel und sorgt so beim Abbiegen nach rechts für mehr Sicherheit.

Als "Safety Champion" im Bereich Arbeitssicherheit wurde Wilhelm Melchert von der Firma Eaton aus Bonn für seine Schattenpersonen ausgezeichnet. Das Konzept: Personenumrisse aus Folie werden im Treppenhaus an die Wand geklebt - und animieren somit, beim Treppensteigen den Handlauf zu benutzen. Ergebnis: Deutlich weniger Stürze. Aus diesem Grund hat Eaton jetzt in allen seinen weltweit 720 Standorten das Konzept implementiert und so die Sicherheit seiner Mitarbeiter verbessert.

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen

"Sicherheit ist neben der Gesundheit eines der Grundbedürfnisse des Menschen", sagte Stefan Kölbl, Vorstandsvorsitzender Dekra e.V. und S.E.. Dekra habe neben der Verkehrssicherheit - der historischen Kerndienstleistung - auch die Sicherheit im Arbeitsumfeld und zuhause im Blick und verfolge dieses Ziel im Rahmen ihrer Vision 2025. Der Dekra Award biete in diesem Rahmen eine Plattform, und können ein Beispiel für ander Unternehmen udn Organisationen sein, wie die Welt ein sicherer gemacht werden könne. Die entscheidenden Faktoren für die Jury bei der Wahl der Siegerkonzepte seien dabei der Innovationsgrad, die Wirksamkeit, die einfache Anwendung, die Zukunftsfähigkeit und die Akzeptanz.

Ebenfalls für die Verkehrssicherheit engagiert sich der Verein Doc Stop, der die medizinische Versorgung von Kraftfahrern unterwegs unterstützt. Dekra nutzte daher den Abend der Preisverleihung, um die weitere finanzielle Unterstützung in beträchtlichen Rahmen zuzusichern. Dekra Akademie-Vorstand Jörg Mannsperger sagte: "Alle Sicherheitssysteme bringen nichts, wenn wir uns nicht um den Fahrer kümmern - seine Ausbildung genauso wie seine Gesundheit." Laut dem Doc-Stop-Vorsitzender Joachim Fehrenkötter bedeutet die Unterstützung seitens der Dekra Planungssicherheit für die Initiative - auch für das Ziel, die Arbeit auf ganz Europa auszuweiten.

Ilona Jüngst

Autor

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Dekra

Datum

28. Oktober 2015
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