Dynamik bei Dachser Zoom
Foto: Thomas Kueppers

Dachser-Bilanz: Weiteres Wachstum anvisiert

Der Logistikdienstleister Dachser stellt sich mit hohen Investitionen in sein Netzwerk auf weiteres Wachstum ein. 177 Millionen Euro sollen dieses Jahr in Immobilien, Technik, IT sowie in Forschung und Entwicklung fließen.

52 Millionen Euro mehr als im Vorjahr stellt Dachser für weiteres Wachstum bereit. "Wir werden 2017 unseren Weg fortsetzen und unsere Netz- und IT-Infrastruktur auf dem neuesten Stand halten", erläuterte Vorstandschef Bernhard Simon am Dienstag vor Journalisten in München. Große Bauvorhaben seien unter anderem in Deutschland, Österreich, Frankreich, Polen und den Niederlanden geplant.

Was Deutschland angeht, will das Unternehmen aus Kempten vor allem sein Landverkehrsnetz weiter stärken. An den Standorten Bremen und Hamburg, Alsdorf bei Aachen und Dissen bei Bielefeld schafft Dachser zusammen 35.000 Quadratmeter an weiteren Hallen- und Büroflächen und nimmt dafür rund 60 Millionen Euro in die Hand.

Über zwei Millionen Palettenstellplätze in fast 200 Anlagen 

Durch den konsequenten Ausbau der Logistikflächen hat das Unternehmen inzwischen eine wichtige neue Marke überschritten: "Dachser bietet seinen Kunden über zwei Millionen Palettenstellplätze in fast 200 Anlagen auf vier Kontinenten an", sagte Simon.
Damit reagiert Dachser auf die weiterhin hohe Nachfrage in seinen unterschiedlichen Sparten. Entsprechend positiv fällt die Prognose für das laufende Jahr aus: "Sollten die für uns relevanten Logistik-, Finanz- und Wirtschaftsmärkte nicht in einen Krisenmodus übergehen, wird Dachser auch 2017 ein signifikantes organisches Wachstum bei zentralen Kennzahlen verzeichnen", kündigte Simon an. Das erste Quartal 2017 jedenfalls habe sich für Dachser bereits "ordentlich entwickelt".

Was das vergangene Geschäftsjahr angeht, zeigt sich der Enkel von Firmengründer Thomas Dachser ebenfalls zufrieden. Es habe wie auch 2015 kein besonderes Einzelereignis gegeben. Alle Bereiche und Regionen – mit Einschränkung der Luft- und Seefracht – haben demnach zu den neuen Bestwerten beigetragen.

Der Logistikdienstleister steigerte seinen Umsatz um 1,7 Prozent auf 5,71 Milliarden Euro. Die Zahl der Sendungen und die Tonnage stiegen um je 2,4 Prozent auf 80 Milllionen Einheiten beziehungsweise 38,2 Millionen Tonnen. Dass der Bereich Air & Sea Logistics aus der Reihe tanzte, führt Simon auf sinkende Frachtraten in der Seefracht und negative Währungseffekte zurück. Die Sparte setzte 1,54 Milliarden Euro um, ein Minus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dachser macht traditionelll keine Angaben zum Ergebnis, Firmenchef Simon bekräftigte aber: "Wir sind mit den erwirtschafteten Überschüssen sehr zufrieden." Die Umsatzdelle in der Luft- und Seefracht habe zu keinem Rückgang des operativen Ergebnisses geführt.

Überdurchschnittliches Wachstum im Landverkehr

Überdurchschnittlich stark wuchs Dachser erneut im Landverkehr. Das Geschäftsfeld Road Logistics, in dem die europäischen Landverkehre (European Logistics) und die Lebensmittellogistik (Food Logistics) gebündelt sind, legte bei den Erlösen um 3,7 Prozent auf 4,3 Millliarden Euro zu.

Die Lebensmittelsparte als die kleinere Säule entwickelte sich dank profitabler Neukunden und der Trennung von unrentablen Geschäftskunden besonders dynamisch: Hier gab es ein Plus von 9,5 Prozent auf 812 Millionen Euro. Die Sparte European Logistics wuchs um 2,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Überdurchschnittlich hätten sich die Benelux-Länder, Polen, Dänemark, Schweden, aber auch Deutschland entwickelt. Das erklärt auch die weitere Stärkung des Landverkehrs und die angekündigten Investitionen.

Digital unterwegs

  • Dachser baut sein Know-how im Bereich Digitalisierung aus und hat die Einheit "Corporate Solutions Research & Development" gegründet, in der neue Technologien und Innovationen gebündelt werden
  • Auch will das Unternehmen seine Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen stärken
  • Im Fokus stehen Themen wie City-Logistik, Big Data, Connectivity-Plattformen oder Smart Identification
Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Datum

4. April 2017
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