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Conti Service Check: Standzeiten reduzieren

Thorsten Schuckenböhmer, Leiter des Vergölst Großkundengeschäfts, über präventive Maßnahmen zur Reduzierung von Ausfallzeiten.

Herr Schuckenböhmer, der Reifendienstleister Vergölst bietet seinen 24/7-Pannenservice für Lkw an. Wie hat sich Ihrer Meinung nach der europaweite Güterverkehr verändert?

Thorsten Schuckenböhmer: Der Güterverkehr auf Deutschlands Straßen wird immer internationaler. Die Globalisierung hat den Markt dabei vollständig verändert. Zusätzlich hat sich das Nutzfahrzeug vom mechanischen Transportmittel zum elektronischen Hightech-Vehicle entwickelt.Hieraus ergeben sich für uns und auch für den Betreiber und Fahrer natürlich völlig neue Herausforderungen.

Welche Vorteile haben Flottenkunden, wenn sie den Service von Vergölst nutzen?

Schuckenböhmer: Derzeit bestehen die Hauptvorteile in einer Minimierung der Standzeiten durch vorab terminierte Serviceplanung. Das gilt beispielsweise bei der Be- und Entladung und außerhalb des normalen Geschäftsbetriebes des Fuhrunternehmers. Zudem profitieren Flottenbetreiber von Präventionsmaßnahmen durch Fleetchecks, um Ausfälle zu vermeiden. Im Falle eines Reifendefekts erhält der Fahrer durch unseren Pannenservice Unterstützung innerhalb von zwei Stunden.

Ab welcher Fuhrparkgröße lohnt es sich, die Dienste von Vergölst in Anspruch zu nehmen?

Schuckenböhmer: Das ist völlig unabhängig von der Fuhrparkgröße. Unseren mobilen Service in Anspruch zu nehmen, lohnt sich immer, um Standzeiten zu minimieren.

Wie löst Vergölst sein Mobilitätsversprechen gegenüber seinen Kunden ein?

Schuckenböhmer: Durch 50.000 mobile Einsätze und unzählige Fleetchecks als Präventionsmaßnahme.

Trotz des umfangreichen Angebots an Dienstleistungen beanstanden Spediteure dennoch hohe Standzeiten. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Schuckenböhmer: Nicht alle Kunden nutzen den Mobilservice und den Fleetcheck.Die Quote unserer Kunden liegt hier derzeit bei 50 Prozent. Hier ist noch viel Luft nach oben, um Kosten für den Unternehmer zu sparen.

Das Transportgewerbe hat mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen. Inwieweit ist das auch bei Vergölst spürbar?

Schuckenböhmer: Wir haben ebenfalls das Problem, Mitarbeiter für unsere mobilen Einheiten zu finden. Der Job erfordert sehr hohe Flexibilität im Arbeitszeitbereich, hohes technisches Verständnis und sehr starke Kundenorientierung. Einen Pannenservice auf einer viel befahrenen Autobahn zu erledigen, ist zum Teil ebenfalls eine Herausforderung.

Die Servicequalität wird in Deutschland allgemein als gut bis sehr gut eingestuft. Wie verhält es sich Ihrer Meinung nach im europäischen Ausland?


Schuckenböhmer: Das ist sehr unterschiedlich. Aber man kann von einem Nord-Süd- und West-Ost-Gefälle sprechen.Allerdings suchen wir uns Partner im Ausland, für die wir haben.

Auch die Reifenverfügbarkeit wird europaweit gerne bemängelt.Wie begegnet Vergölst diesem Thema?

Schuckenböhmer: Das Thema Verfügbarkeit ist für uns kein Problem. Unsere Servicestandorte sind mit einem Grundlagerstockausgerüstet, der immer vorgehalten wird, um unseren Service gewährleisten zu können.Vergölst ist bekannt für seine Kompetenz in Sachen Runderneuerung.

Wie hoch ist die Nachfrage nach solchen Reifen?

Schuckenböhmer: Leider sinkt die Nachfrage derzeit durch günstige China-Importe.Wir verfolgen allerdings weiterhin die Lifecycle Strategie aus ökologischen und auch wirtschaftlichen Gründen für den Kunden. Das Thema Prävention erhält im Service zunehmend Gewicht.

Welche Position bezieht Vergölst hier und welche Maßnahmen werden ergriffen, um Schäden auszuschließen noch bevor diese entstehen?

Schuckenböhmer: Hochgradig passiert das beim Fleetcheck oder beim individuellen
Fahrzeugcheck. Hier werden alle Reifen auf Luftdruck, Profiltiefe und Schäden überprüft und die Ergebnisse mit dem Betreiber der Flotte abgestimmt, um anschließend die nötigen Maßnahmen zu ergreifen. Der Transportbranche wird heutzutage immer mehr Flexibilität
abverlangt. Da muss ein Dienstleister Schritt halten können.

Wo führt Ihrer Meinung nach die Reise in Zukunft hin?

Schuckenböhmer: Für die Zukunft ist zu erwarten, dass wir uns via Telematiksysteme und Chip im Reifen mit unseren Kunden vernetzen. Dies bedeutet: Wir können einen noch besseren Präventivservice leisten, um Ausfallzeiten für unsere Kunden zu minimieren. Wir wissen dann auch, wo das Fahrzeug unterwegs ist, um eine optimale Serviceterminplanung zu gewährleisten.An diesen Themen arbeiten wir gerade in unserem Unternehmen.

Knut Zimmer

Autor

Foto

Continental

Datum

11. August 2016
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