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Connected Repair von Bosch: Vernetzung von Fahrzeugen mit Servicegeräten

Durch Vernetzung von Fahrzeugen mit Servicegeräten lassen sich Arbeiten in kürzerer Zeit erledigen und Kunden binden. Bosch stellt auf der Automechanika Connected Repair vor.

Konnektivität spielt nicht nur für die Fahrzeughersteller eine große Rolle, sie wird auch die Zukunft des Aftermarkets bestimmen. Bosch will hier Akzente setzen und reklamiert für sich eine weltweit führende Position. Das erklärt Oliver Frei, Regional President Europa bei Bosch Automotive Service Solutions.

Connected Workshop – die vernetzte Werkstatt, so überschreibt Frei die Zukunft des Servicegeschäfts. Die Vernetzung von Werkstatt und Fahrzeug berge große Vorteile. Sie trage unter anderem dazu dabei, Prozesssicherheit und damit die Qualität der Werkstattleistungen zu erhöhen, die Effizienz im Betrieb zu verbessern und Kunden an die Werkstatt zu binden.

Die Vorteile der vernetzten Werkstatt stellen sich laut Timo Reif, Vizepräsident Produktmarketing bei Bosch, schon bei der Annahme des Fahrzeugs ein. Servicehistorie und Fahrzeugdaten liegen bei der Eingabe der VIN (Vehicle Identification Number) oder des Kennzeichens vor oder lassen sich zumindest schnell erfassen. Bei der eigentlichen Servicetätigkeit laufen Diagnose, Parametrierung und Rüstzeiten schneller ab. Herzstück ist hierbei die Bosch-Software Connected Repair.

Connected Repair auch für Nutzfahrzeuge geplant

Wie effizient der Prozess abläuft, führten die Bosch-Automotive-Service-Experten Claus Schulz und Rainer Rehage anhand der Bosch Diagnose Esitronic 2.0 inklusive KTS 5xx, des Klimaservicegeräts ACS 752, der Achsvermessung FWA 9000 und des Scheinwerfer-Einstellgeräts HTD 815 vor. Im Laufe des Jahres sollen auch die Emissionsanalyse BEA 750 und BEA PC DE eingebunden werden.

Dazu sendet der PC der Serviceannahme an alle angeschlossenen Geräte die Infos über das zu wartende Fahrzeug. In Augenblicken sind so alle drei Geräte gerüstet. Fehler auslesen, Zustand der Klima­anla­ge ermitteln und einen Fehler bei der Scheinwerfereinstellung beheben, lassen sich in kurzer Zeit bewerkstelligen. Als Demonstrationsfahrzeug dient ein VW Golf VI. Jedoch sei Connected Repair auch für Nutzfahrzeuge geplant, erklärt Frei.
Zur Zukunft im Service gehört auch die Nutzung von Augmented Reality. Per Tablet-PC – und in Zukunft wohl auch per Smart Glasses – lassen sich nicht nur Steuergeräte oder Kabelkanäle im Auto anzeigen.

Aufwendige Demontagen entfallen

Ist das defekte Teil gefunden, werden zum Beispiel Reparaturanleitungen und PIN-Belegungen auf dem Tablet abgebildet. Dazu hält Jürgen Lumera, Direktor Augmented Reality, die Tablet-Kamera vors Auto. Der Computer erkennt anhand der Silhouette, um welches Fahrzeug es sich handelt und legt die Infos darüber. Suchen und aufwendige Demontagen entfallen.

Manche Serviceleistungen werden erst durch Vernetzung von Fahrzeug und Gerät möglich. Als Beispiel hierfür führte Bosch die digitale Bremsenprüfung an. Dieses Messverfahren und die damit unerlässliche Kommunikation mit dem Fahrzeug ermöglichen das gezielte Ansteuern und Prüfen von Bremskomponenten. Auch Matrix-LED-Scheinwerfer benötigen ein spezielles Prüf- und Einstellverfahren. Je nach Fahrzeug müssen für diese Arbeit Testbilder gesendet werden. Das Steuergerät des Fahrzeugs gibt dem Prüfgerät vor, welche das sein müssen.

Thomas Rosenberger lastauto omnibus Chefredakteur

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bosch

Datum

11. Oktober 2016
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