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Complex Event Processing: Software sagt Logistikern Staus voraus

Eine neue Software sagt anhand umfassender Daten voraus, ob ein Lkw beispielsweise zwischen Holland und Spanien im Stau steht.

Basis der Entwicklung von drei Wissenschaftlern des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) sind sogenannte Complex Event Processing-Technologien (CEP). Diese führen laut HPI aktuelle Informationen aus dem Unternehmen mit solchen aus dem Internet zusammen. Diese werte die Software praktisch in Echtzeit aus. So erfahre ein Planer sofort, ob und wie lange ein Lkw im Stau steht und ich welchem Maße sich darum der ganze Transportweg verzögere. "Eines der bislang größten Probleme ist, dass bestehende Systeme erst dann Auskunft über Verspätungen geben, wenn diese bereits eingetreten sind, Lkw also im Stau stehen", sagt Dr. Anne Baumgraß, Teil der Forschergruppe. Mit dem neu entwickelten System könne man gar Verkehrsstörungen prognostizieren.

"Im Verkehr wirken oftmals viele Variablen zusammen", sagt ihr Kollege Andreas Meyer. "Wir sind beispielsweise mit Blick auf den Eurotunnel zwischen Frankreich und England mittlerweile in der Lage, von hohen Windstärken aus zu schlussfolgern, ob Fähren ausfallen und dadurch mit Staus im Tunnel zu rechnen ist." Dadurch könne man Routen frühzeitig optimieren. Ein weiterer Aspekt seien immer globalere Lieferketten. "Bisher kann es leicht passieren, dass ein Planer in den Niederlanden nicht von der Verzögerung mitbekommt, die in Spanien verursacht wurde", so Forscher Marian Pufahl. "Unsere Plattform ermöglicht es unter anderem, dass die Kommunikation zwischen den vielen Schnittstellen erleichtert wird." Laut HPI bereiten die drei Forscher im Moment die Gründung eines eigenen Unternehmens vor.

Ford Transit Custom

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Datum

7. August 2015
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