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Cloud-Computing: Möbel in der Wolke abbilden

Die Entwickler von Compusight haben auf der Messe Mölo eine Lösung namens Movedesk vorgestellt. Die Software für das Umzugsgeschäft läuft komplett in der Cloud.

Die Entwickler von Compusight mit Sitz im schweizerischen Lachen sowie Hauptsitz im US-amerikanischen Seattle hatten den Weg nach Kassel gefunden. Denn mit ihrer Lösung Movedesk haben die IT-Spezialisten eine Software entwickelt, die auf das Umzugs- und Lagergeschäft von Möbellogistikern ausgerichtet ist. "Wir haben eine Software, mit der sich das Geschäft des Möbelspediteurs von Anfang bis Ende abbilden lässt", erklärt Compusight-Geschäftsführer Adi Saric.

Das Besondere: Die Software namens Movedesk ist eine sogenannte Software as a Service-Lösung (SaaS). Das heißt, sie läuft vollständig in der Cloud. Das wiederum hat den Vorteil, dass von überall auf die aktuellen Daten zugegriffen werden kann. Denn der Zugriff ist nicht nur mit dem PC über einen Browser wie Internet Explorer oder Firefox möglich. Sondern es gibt auch Apps für mobile Endgeräte. Compusight unterstützt dabei sowohl Android als auch Apple – jeweils Smartphones und Tablet-PCs. Und selbst auf Windows-Tablets läuft Movedesk. "Das hat den Vorteil, dass in den meisten Fällen keine zusätzliche Hardware angeschafft werden muss", erklärt Saric.

Für Spediteur und Endkunden geeignet

Wobei das System nicht nur für den Spediteur gedacht ist. Denn auch der Endkunde hat die Möglichkeit, alle relevanten Informationen in die Lösung einzuspeisen. Das wiederum erleichtert es dem Logistiker, ein entsprechendes Angebot zu erstellen. Movedesk versteht sich dabei als komplette Customer Relationship Management-Lösung (CRM). Mit allem, was zur Kundenpflege gehört. Wobei sich dort nicht nur die Kundendaten vorhalten lassen sondern auch die eigenen Ressourcen erfasst sind.

Das reicht von den Fahrzeugen und deren speziellen, für den Transport wichtigen Spezifikationen bis hin zu den Mitarbeitern und deren Fähigkeiten. Wobei pro Person auch mehrere Talente festgelegt werden können. So kann etwa der Fahrer zugleich auch als Möbelträger fungieren und für den Aufbau zuständig sein. Selbst Fähigkeiten wie die einer Elektroinstallation lassen sich so erfassen. Wobei das System vollkommen offen ist. Soll heißen, der Logistiker kann die entsprechenden Kategorien selbst anlegen.

Kapazitäten bestmöglich auslasten

Anhand eines Auftrags errechnet Movedesk dann zunächst das benötigte Fahrzeug und prüft dabei, ob ein solches zum fraglichen Zeitpunkt auch verfügbar ist. Darüber hinaus teilt das System gleich noch die Mitarbeiter zu. Das dient zur bestmöglichen Auslastung der vorhandenen Kapazitäten. In einem entsprechenden Ressourcen-Planungskalender bekommt man darüber hinaus alle relevanten Daten auf einen Blick angezeigt. Sind die entsprechenden Kostenschlüssel zu Fahrzeug und Mitarbeiter hinterlegt, wird sowohl die Angebotserstellung als auch die Abrechnung automatisiert. "Das geschieht dann sozusagen auf Knopfdruck", erklärt Saric.

Auf Knopfdruck funktioniert übrigens noch eine ganze Menge mehr: Die Mitarbeiter können unterwegs den jeweiligen Status des Auftrags setzen. So ist immer ersichtlich, welche Güter bereits auf- oder abgeladen sind. Auch die geleistete Arbeitszeit lässt sich so je nach Vorgang erfassen. Was insbesondere dann wichtig ist, wenn für unterschiedliche Dienstleistungen unterschiedliche Kostensätze erhoben werden. Dank der in den Mobilgeräten verbauten Kameras ist zudem ein Schadensmanagement möglich. Mittels Foto lassen sich Schäden dokumentieren und auch gleich dem jeweiligen Auftrag zuordnen. Das erleichtert die Kommunikation mit dem Kunden im Nachgang des Auftrags.

Routenplanung und Fahrzeugverfolgung via GPS und Bing

Noch während des Transports lassen sich die Fahrzeuge mittels GPS verfolgen. Auch einen Routenplaner gibt es. Dafür setzen die Entwickler von Compusight auf das Kartenmaterial von Bing, dem Internet-Kartendienst von Microsoft. Allerdings ist keine Navigation zum Ziel möglich. Auch eine Weitergabe der Zieladresse ist bislang noch nicht implementiert. Dafür ist Movedesk aber zugleich auch eine Lagerhaltungssoftware mit einer Vielzahl an Möglichkeiten.

Tatsächlich arbeitet Movedesk noch recht autark. Das macht sich auch bei den Stammdaten bemerkbar. Schnittstellen zu anderen Systemen gibt es bislang nicht. Diese seien allerdings problemlos programmierbar, meint Saric. Dafür bietet Move­desk einen anderen Vorteil. Sind erst einmal alle relevanten Daten im System, liefert es auch sogenannte Geschäftsrapports. Das heißt, eine Finanzübersicht über alle Aufträge. So sieht der Möbellogistiker immer, wie erfolgreich er unterwegs ist. Zusätzlich gibt es auch noch ein Business Intelligence-Modul. Mit diesem soll sich beispielsweise die Kundenzufriedenheit verfolgen lassen. Nicht zu vergessen, dass Movedesk darüber hinaus auch noch eine Lagerhausverwaltung ist. Mittels einer dreidimensionalen Darstellung lässt sich jeder Artikel schnell finden. Arbeitspläne runden das Ganze ab. Also eine bodenständige Lösung, die aber in der Cloud läuft.

Portraits

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Foto

Compusight

Datum

17. Oktober 2013
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