Shanghai Zoom

China: Sechs Prozent Umsatzsteuer auf Frachtkosten

China erhebt ab sofort sechs Prozent Umsatzsteuer auf Frachtkosten. Land-, Luft-, und Seeverkehre sowie lokale Dienstleistungen fallen darunter.

China setzt seit Anfang August sein landesweites Pilotprogramm zur Mehrwertsteuerreform um. Das berichtet der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV). Das betreffe auch den Logistiksektor. Hier ersetzt China die nicht vorsteuerabzugsfähige Unternehmenssteuer (Business Tax) mit der Umsatzsteuer (VAT). Dienstleistungserbringer und -empfänger in China können demnach dadurch einen Teil ihrer Kosten einsparen. 

Die zuständigen Behörden haben allerdings, so der DSLV, nicht bedacht welche massiven Auswirkungen die Reform auf Frachtabrechnungen mit Kunden in Übersee hat. Entsprechend leicht könnte sich die aktuelle Rechtslage also auch wieder ändern.

Umsatzsteuer weitergeben

Für europäische Exporteure gilt demnach, dass ihnen die neue sechsprozentige Umsatzsteuer berechnet wird, falls sie die Frachtkosten und alle lokalen Gebühren zahlen müssen. Europäische Importeure müssen die Umsatzsteuer unter den selben Voraussetzungen tragen.Werde die Fracht jedoch in China vom chinesischen Importeur bzw. Exporteur getragen, könne er die Steuer im Vorsteuerabzug geltend machen.

Der DSLV empfiehlt daher Spediteuren, ihre Kunden darauf hinzuweisen, ihre Incoterms (internationale Handelsklauseln) anzupassen. Ansonsten würden sie in Kürze Rechnungen mit sechs Prozent chinesischer Umsatzsteuer auf die Frachtkosten erhalten. Der DSLV empfiehlt den Spediteuren weiter, die Kunden darüber zu informieren, dass man ihnen die Steuer weiter berechnen werde.

Ford Transit Custom

Autor

Foto

Hanno Boblenz

Datum

2. August 2013
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.