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BVL Logistik-Indikator: Logistikwirtschaft ist zuversichtlich

Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) hat mit dem Logistik-Indikator ihre Einschätzung des ersten Quartals 2015 veröffentlicht.

Zwar habe sich die Lageeinschätzung der befragten Experten nur wenig verändert, doch schätze man die Entwicklung auf Jahresfrist merklich optimistischer ein als im vorigen Quartal. Die kurzfristigen Aussichten haben laut BVL ebenso angezogen. Dies signalisiere im Frühjahr eine positive Geschäftstendenz. Der Gesamtindikator für die deutsche Logistikkonjunktur hat laut BVL um 8,2 Punkte auf 128,7 Punkte zugelegt und liege damit wieder deutlich über der neutralen 100-Punkte-Marke, was auf stärkere konjunkturelle Expansionskräfte hinweise.

Das Geschäftsklima blieb demnach auf Anbieterseite (Logistikdienstleister) praktisch unverändert, während es auf Anwenderseite (Industrie und Handel) spürbar anstieg (plus 15,1 Punkte auf 132,1). Diese Klimaaufhellung führt die BVL auf optimistischere Erwartungen für die kommenden zwölf Monate zurück (Verbesserung um 19,6 Punkte auf 130,6 Punkte). Ein Viertel der Befragten rechnet demnach mit einer besseren Geschäftslage im Frühjahr. Mit einer Verschlechterung rechne fast keiner der Befragten.
Auch die Erwartungen sowohl auf Anbieter- als auch auf Anwenderseite haben sich demnach verbessert (Anbieter: plus 10,9 Punkte, Anwender: plus 28,4 Punkte). Ebenso schätzen laut BVL beide Marktseiten die Marktlage für Logistikleistungen sehr ähnlich ein. Zwölf Prozent der Anbieter berichten demnach von einer überdurchschnittlichen Kapazitätsauslastung, während sieben Prozent der Anwender die im Markt verfügbare Logistikkapazität als knapp einschätzten.

Digitalisierung bei Logistikern und Kunden

Auch die Digitalisierung spiele in der deutschen Logistikwirtschaft eine wichtige Rolle. Auf einer Skala von 1 (sehr schwach ausgeprägt) bis 5 (sehr stark ausgeprägt) ergebe sich für die Anbieter mit 3,9 ein etwas höherer Durchschnittswert für den Digitalisierungsgrad als für die Anwender mit 3,4. Cloudbasierte IT-Lösungen und soziale Netzwerke zur Kundenkommunikation spielen laut BVL mehrheitlich noch keine Rolle. Einsatzfelder wie IuK-basierte Prozessverbesserungen (92,7 Prozent), webbasierte Vernetzung mit Lieferanten und Dienstleistern (91,5 Prozent) und Verbesserung der internen und externen Kommunikationssysteme (89 Prozent) finden hingegen ähnliche Ausprägungen auf beiden Marktseiten.

Das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel berechnet den Logistik-Indikator Auftrag der BVL. Der Indikator basiert laut BVL auf der quartalsweisen Expertenbefragung der jeweils 100 größten deutschen Unternehmen, für die Logistikdienstleistungen als Anbieter oder als Anwender in Industrie und Handel eine besondere Rolle spielen. Die Befragung laufe jeweils in der ersten Hälfte des mittleren Quartalsmonats, während des Fragendesign auf die konjunkturelle Beurteilung der mit Logistikleistungen verbundenen ökonomischen Aktivitäten innerhalb Deutschlands abziele. Sämtliche quartalsbezogenen Fragen beziehen sich demnach auf eine jahreszeitlich übliche Einschätzung.

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Datum

24. März 2015
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