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Bundeswehr: Fachkräfte rücken an

Tausende Soldaten wechseln in den nächsten Jahren voraussichtlich in zivile Berufe. Die Logistikbranche sucht verzweifelt Personal und könnte von der Bundeswehrreform stark profitieren.

"Fest steht, dass wir voraussichtlich schon ab 2012 einen erhöhten Beratungs- und Eingliederungsbedarf bei ausscheidenden Zeitsoldaten haben werden", sagt Regierungsdirektor Thomas Kössel, dem das Kreiswehrersatzamt Ulm untersteht, im Gespräch mit der Fachzeitschrift trans aktuell.

Bundesweit werden 31 Kasernen geschlossen

Bundesweit 31 Kasernen werden geschlossen, 33 weitere so stark verkleinert, dass nur noch wenige Mitarbeiter dort verbleiben. Allein in Schleswig-Holstein fallen acht Standorte weg, in Rheinland-Pfalz fünf und in Baden-Württemberg vier. Was den Südwesten angeht, soll etwa der Standort Ulm/Dornstadt um 1.120 auf 3.330 Dienstposten verkleinert werden. Für Speditionen besonders interessant: In Dornstadt sollen das Logistikregiment 47 und das Logistikbataillon 471 mit zusammen rund 700 Stellen aufgelöst werden.

Es lohnt sich für Speditionen daher, sich frühzeitig über den Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr um ausscheidende Soldaten und zivile Mitarbeiter zu bemühen. Die Logistikbranche sei für viele eine verlockende Perspektive, sagt ein Sprecher aus dem Bundesverteidigungsministerium.

Das sieht der Leiter des Ulmer Kreiswehrersatzamts genauso. Thomas Kössel ermuntert Spediteure daher, sich frühzeitig um die ausscheidenden Soldaten zu bemühen. "Wir haben großes Interesse daran, unsere Leute möglichst schnell und optimal unterzubringen", sagt er. Bedarf sehen er und der BFD nicht nur an klassischen Beschäftigungsverhältnissen, sondern auch bei Praktika und Umschulungen.

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Datum

30. November 2011
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