ta3/2012, Seite 1, Lupe, Lkw Zoom

Bundesamt für Güterverkehr: Elektronisches Register kommt später

Eigentlich sollte eine elektronische Unternehmensdatei schon Anfang Dezember für mehr Transparenz im Güterkaftverkehrsgewerbe sorgen. Doch die Umsetzung der EU-Vorgaben ist komplizierter als gedacht.

In Deutschland ist das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) mit der Sache betraut. Es peilt die Fertigstellung der Datei für Frühjahr an. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagt ein BAG-Sprecher gegenüber der Fachzeitschrift trans aktuell.

Sobald das ehrgeizige Projekt umgesetzt ist, kann jedermann einsehen, ob ein Transportunternehmen über die notwendigen EU-Lizenzen beziehungsweise die nationalen Genehmigungen verfügt. Mit Namen und Ort kann über eine einfache Maske im Internet gesucht werden. Angezeigt werden die verantwortlichen Personen und die Berechtigung. Ist ein Unternehmen dort nicht vertreten, muss man davon ausgehen, dass es auch keine Erlaubnis hat.

Die EU-Kommission verspricht sich von der Datei eine wirksamere Überwachung von Unternehmen, die in mehreren Staaten tätig sind. So sieht es die EU-Verordnung im Rahmen des sogenannten Road-Package vor. Prof. Dr. Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), ist vom Sinn der Datensammlung nur bedingt überzeugt. Der Nutzwert beschränke sich darauf zu sehen, wer mit wie vielen Fahrzeugen am Markt sei. Natürlich sei es aber von Vorteil, wenn man schwarzen Schafen schneller auf die Schliche komme. „Für die seriösen Unternehmen ist das gut.“

Mehr zum Aufbau des neuen elektronischen Registers lesen Sie in der neuen trans aktuell-Printausgabe (3/2012) auf Seite 1.

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Mannchen

Datum

25. Januar 2012
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