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Brief-Verbünde kooperieren: Mail Alliance und P2 schließen sich zusammen

Gemeinsam erreichen Mail Alliance und P2 drei Viertel der Haushalte.

Die Briefdienstverbünde Mail Alliance und P2 haben sich zusammengeschlossen. "Es läuft gut", sagt P2-Geschäftsführer Florian Jungmeier gegenüber KEP aktuell. Die Unterschiede beider Netzwerke seien geringer gewesen, als gedacht. "Wir haben Unterstützung von den Briefdiensten auf beiden Seiten bekommen", fügt er hinzu. Auch das Feedback aus dem Markt sei durchweg positiv.

Jede Menge Detailarbeit

Der Kern der Zusammenarbeit ist es, die jeweiligen Zustellgebiete für Sendungen aus dem jeweils anderen Netzwerk gegenseitig bereitzustellen. Dahinter steckt jede Menge Detailarbeit, schließlich müssen die Sendungen der vorwiegend regional tätigen Mitglieder  entsprechend koordiniert und ausgetauscht werden. Vorrangiges Ziel war es, das Geschäft der Briefdienste auszuweiten, die ihren Kunden nun einen besseren Service anbieten können. Rund 130 private Briefdienste aus dem gesamten Bundesgebiet gehören dem Zusammenschluss an. Dazu zählen große Briefdienste von Zeitungsverlagen wie BWPost der Zeitungsgruppe Stuttgart, Citipost von Madsack, City-Post von Medien Union Ludwigshafen oder die Logistic Mail Factory von der Mediengruppe Pressedruck. Auch Postcon, ehemals TNT Post und Gründungsmitglieder der Mail Alliance, ist mit ihren Regionalgesellschaften dabei. In der Kooperation konnten die Unternehmen ihr Zustellgebiet vergrößern. Jungmeier zufolge erreichen P2 und Mail Alliance derzeit eine Haushaltsabdeckung von rund 75 Prozent in Deutschland. "Tendenziell geht es sogar leicht nach oben", sagt er.

Ein starkes Netzwerk auf dem schwierigen Postmarkt

"Wir sind beide der Auffassung, dass die Kooperation die richtige Entscheidung war. Wir profitieren von Synergien und einem starken Netzwerk", fügt er hinzu. Im schwierigen Postmarkt, lag es nahe, die Kräfte zu bündeln, um neue Vertriebspartner zu gewinnen und für die Zukunft gewappnet zu sein. Beide Netzwerke werden weiterhin mit ihren angestammten Namen firmieren. Vorstellbar sei auch, einen einheitlichen Namen zu finden. "Wir haben darüber aber bislang nicht gesprochen, weil das nicht so wichtig ist", sagt Jungmeier. Der Fokus liege darauf, dass die Briefdienste ihre Geschäfte optimal erledigen können.

Gemeinsam wollen die Partner verstärkt vor allem auf Verlage zugehen, um eine noch größere Abdeckung zu erreichen. "Die Zustellung ist durch die Verlage deutlich attraktiver geworden, zumal diese mit dem Briefgeschäft gute Ergebnisse erzielen", sagt er. Auch das Thema Mindestlohn schrecke nicht mehr, da die befürchteten Effekte wie Verluste von Arbeitsplätzen und Insolvenzen nicht eingetreten sind. Einzig der dokumentarische Aufwand sei gegenüber der Vergangenheit immens gewachsen.

Dieser Artikel stammt aus Heft trans aktuell 07/2016.
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fotolia / Franck Boston

Datum

24. März 2016
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