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Foto: Thomas Küppers

Branche bekommt zwei "digitale Leuchttürme"

Digital Hub Logistics in Hamburg gestartet

Arbeitsbeginn für die Digital Hubs: Zwölf solcher Einrichtungen sollen die deutsche Wirtschaft in puncto digitale Prozesse fit machen. Anlaufstelle der Branche sind Hamburg und Dortmund, wo sich jeweils ein Digital Hub Logistics befindet.

Mit der Digital Hubs-Initiative will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) in Kooperation mit dem Digitalverband Bitkom Unternehmen und Start-ups auf engem Raum zusammenbringen, um neue Innovationen und Geschäftsmodelle zu generieren und die digitale Transformation voran zu bringen.
 

Arbeitsplatz und Ideen teilen


In Hamburg war am 1. August mit dem Umzug in den Räumen eine Co-Working-Unternehmens am Rödingsmarkt der Startschuss. "Die Atmosphäre ist ideal", sagt Karl-Heinz Piotrowski, Projektmanager des Digital Hub Logistics, gegenüber trans aktuell. In dem kreativen Umfeld sollen Ideen und Innovationen heranreifen, wie die digitale Transformation in der Branche gelingen kann. Dazu sollen laut Piotrowski etablierte Unternehmen, KMU, Start-ups, Forschung und Behörden zusammenkommen und basierend auf lokalen Schwerpunkte Erfahrungen austauschen sowie Projekte und Workshops gestalten.
 
Die Schwerpunkte sieht Piotrowski in Hamburg etwa in den Bereichen maritime sowie urbane Logistik sowie Intralogistik. Im Vorfeld hat er bereits mehr als 50 Gespräche geführt, um die Interessen und Schwerpunkte der Logistik-Beteiligten herauszufinden. Demnach beschäftigt die Unternehmen vor allem die Frage, wie sich digitale Prozesse gestalten lassen, aber auch das Thema Vernetzung untereinander und die Frage nach Möglichkeiten zur Kollaboration.

Von der digitale Zollabfertigung bis zur Unternehmenskultur

 
Übergreifende Themen sind – typisch für Hamburg – der digitale Hafen und die Aufgabe wie sich Abläufe rund um den Hafenumschlag optimieren lassen, außerdem das Thema Blockchain, der sichere Waren- und Datenfluss, die digitale Zollabfertigung, die Einbindung von Start-ups, die Vernetzung mit anderen Unternehmen und das Thema Unternehmenskultur, beziehungsweise ganz konkret die Frage, wie sich Unternehmen und vor allem die Mitarbeiter auf den Transformationskurs vorbereiten können. Nach Angaben von Piotrowski sind es zudem die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die das Thema Digitalisierung für sich noch nicht erkannt haben – diese Einstellung werde im Rahmen des Digital Hub Logistics ebenfalls hinterfragt und begleitet.
 
Die Unternehmen sollen aber keinesfalls nur thematisch mitarbeiten. Die Digital Hubs-Initiative sieht vor, dass die Plattform auch finanziell von der Wirtschaft unterstützt werden soll. In welcher Form, etwa im Rahmen eines Sponsorings oder von Partnerschaften, ist laut Piotrowski noch nicht geklärt.

Ilona Jüngst

Autor

Datum

4. August 2017
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