Trailer mit BPW-Slogane: we think transport Zoom

BPW mit elektrisierenden Ideen: Von der E-Achse bis zum Servicepartner

Der Mobilitäts- und Systempartner BPW Bergische Achsen (Halle 26, Stand C31) will die IAA-Nutzfahrzeug-Besucher buchstäblich elektrisieren. So zeigt das Unternehmen aus Wiehl unter anderem einen Radnabengenerator namens ePower. Der versorgt Verbraucher im Trailer wie zum Beispiel das Kühlaggregat eines Kühlkoffers mit elektrischer Energie, die aus Rekuperation gewonnen wird. Dazu wird eine Trailerachse mit zwei Radnaben-Generatoren ausgerüstet.

Bei jedem Bremsen wird dann Energie erzeugt, um den Kühlkoffer zu betreiben. Damit verringere sich der Dieselverbrauch um rund 2.500 Liter pro Jahr. ePower ist, selbst mit zusätzlicher Batterie zur Zwischenspeicherung der Energie, im Vergleich zur Kühlung mittels eines Dieselaggregates gewichtsneutral. Mithilfe der Batterie kann der Kühlkoffer selbst bei einer einstündigen Fahrtunterbrechung – beispielsweise bei der Pause des Fahrers – mit dem selbst erzeugten Strom weiterbetrieben werden. Das System ist autark und kann an bestehende Achskonzepte montiert werden.

Für Michael Pfeiffer, persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter von BPW, liegt es auf der Hand, dass die Industrie nach neuen Lösungen suchen muss, um die Versorgung in Städten zu gewährleisten. "Metropolen wie Paris oder London planen, die Zufahrt für Lkw in die Innenstädte zu begrenzen. Selbst in der Autostadt Stuttgart denkt man mittlerweile über Fahrverbote nach", sagt er. Damit der Güterverkehr weiter dorthin rollen kann, arbeitet BPW an einer emissionsfreien Achse, die für Verteilerfahrzeuge konzipiert ist und ebenfalls auf Strom setzt.

BPW nimmt die urbane Logistik ins Visier

Bei der Belieferung innerstädtischer Gebiete führe wohl irgendwann kein Weg mehr an Urban-City-Hubs vorbei. Dort würden die Sendungen dann auf Verteilfahrzeuge verladen, ist sich Pfeiffer sicher. Und damit die dann tatsächlich auch innerhalb der Stadtgrenzen fahren dürfen, "entwickeln wir in der BPW Gruppe innovative Systeme für den emissionsfreien Transport". Das Konzept für die elektrische Achse von BPW nennt sich eTransport und ist ausgerichtet auf mittelschwere Verteilerfahrzeuge bis 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. "Gerade im KEP-Bereich dürfte den E-Antrieben die Zukunft gehören", erklärt der BPW-Chef. Für die Zukunft sei es aber auch durchaus denkbar, die elektrische Achse für schwerere Fahrzeuge auszulegen.

Mit eTransport eine emissionsfreien Antrieb geschaffen

Achse, elektrischer Antrieb und Energiespeicherung bilden bei eTransport ein System, das sich in verschiedene Fahrzeugmodelle integrieren lässt. Der Antrieb ist emissionsfrei, rekuperiert die Bremsenergie und verbessert die Manövrierfähigkeit des Transporters, indem er die Lenkung aktiv unterstützt. Das sei vor allem im Bereich der Citylogistik von Vorteil. eTransport erfülle bedarfsgerecht die Anforderungen einer typischen Tagesmission im innerstädtischen Verteilerverkehr mit Reserven für weitere Einsätze. Die Aufladung erfolge über Nacht in wenigen Stunden.

Sind diese Ideen noch etwas in die Zukunft gerichtet, kann der Messebesucher die Lösungen der Telematik-Tochter von BPW schon heute ordern. Idem Telematics überwacht in Deutschland rund 40.000 gezogene Einheiten, bei den ziehenden Einheiten sind es etwa 25.000. Für den Kunden von Vorteil: Die Lösungen für Lkw und Trailer sind aufeinander abgestimmt. Dabei können alle Informationen aus den beiden Geräten TC Trailer Gateway und T-Control-Truck über den Idem-eigenen Datenpool TCC mit jeder anderen Telematik-Datenbank verknüpft werden – ganz im Sinne des Gedankens von Industrie 4.0.

Fahrzeugvermieter PEMA hat sich für Telematik von Idem entschieden

Das ist wohl auch einer der Gründe, warum sich unter anderem der Fahrzeugvermieter Pema für Idem entschieden hat. Denn über die Telematik-Lösung lassen sich auch Fahrzeuge anbinden, die nicht aus dem Pema-Mietfuhrpark stammen, sondern Eigenfahrzeuge der jeweiligen Spedition sind. Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette ist neben dem speditionellen Bereich für die BPW-Kunden aber auch in Sachen Wartung und Verschleiß wichtig. Schließlich soll das Equipment möglichst störungsfrei unterwegs sein. "Wir verstehen uns als Mobilitätspartner. Es ist unsere Aufgabe, Fahrzeugbetreiber über die gesamte Nutzungsdauer der Fahrzeuge hinweg zu betreuen – bei den Verlade- und Transportprozessen und insbesondere auch bei den Wartungs- und Reparaturprozessen", berichtet Pfeiffer.

Der Vertriebsbereich Aftermarket von BPW bietet etwa Original-Ersatzteile der Marken BPW, Hestal, Ermax und HBN-Teknik an. "Aber natürlich wissen wir, dass Transportunternehmen nicht nur mit Trailern unterwegs sind und auch nicht nur mit Komponenten eines Herstellers. Daher braucht es auch alternative Ersatzteile", sagt der BPW-Chef. Die deckt das Unternehmen mit der Tochtergesellschaft PE Automotive, einem der führenden Anbieter im freien Teilemarkt, ab. "Gemeinsam können wir nicht nur Ersatzteile für den Trailer anbieten, sondern auch wesentliche Verschleißbereiche von Zugmaschinen und Bussen bedienen", berichtet Pfeiffer.

BPW bietet Ersatzteile europaweit an

Und damit die Ersatzteile europaweit flächendeckend schnell bei den Werkstätten sind, hat sich die BPW Gruppe im Teilehandel verstärkt, zum Beispiel mit dem niederländischen Ersatzteilhändler TPV. "Unser Nutzfahrzeug-Teilehandel-Netzwerk ist derzeit mit 140 Niederlassungen in 24 Ländern präsent. Weitere Märkte sollen folgen", kündigt Pfeiffer an. Schließlich steht über allem die Mobilitätspartnerschaft. Und die bedeutet, dass bei den Transportunternehmen möglichst alle Fahrzeuge optimal unterwegs sind. Das wiederum ist doch auch ein elektrisierender Gedanke.

Das Unternehmen

  • BPW Bergische Achsen mit Hauptsitz im oberbergischen Wiehl versteht sich als Mobilitäts- und Systempartner für die Transportindustrie
  • Das Portfolio der BPW Gruppe reicht von der Achse über Federungssysteme und Bremsentechnologien über Verschließsysteme und Aufbautentechnik, Beleuchtungssysteme und Kunststofftechnologien bis hin zu Telematik-Anwendungen für Lkw und Trailer
  • BPW verfügt über ein globales Netzwerk, das 60 eigene Gesellschaften und mehr als 3.200 Servicepartner umfasst
  • Zehn Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, Russland, Ungarn, China, Australien und Südafrika gewährleisten eine einheitliche Qualität und Liefertreue
  • BPW beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiter am Stammsitz in Wiehl, weltweit sind es rund 6.400
  • Der Umsatz der BPW Gruppe liegt bei rund 1,25 Milliarden Euro im Jahr
Portraits

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BPW

Datum

16. September 2016
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