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Bosch im Iran: Rückkehr nach Persien

Bosch meldet sich auf dem persischen Markt zurück. Mit einer neuen Repräsentanz in Teheran will sich das Technologieunternehmen wieder eine der vielversprechendsten Regionen des Mittleren Ostens erschließen.

Laut dem Vorhaben des süddeutschen Technologieanbieters will Bosch demnächst mit allen Unternehmensbereichen im Iran wieder aktiv sein. Um jetzt schnell an Fahrt aufzunehmen, kämen Bosch vor allem die langjährigen Kontakte zu ehemaligen lokalen Partnern zugute, meinte Uwe Raschke, Bosch-Geschäftsführer verantwortlich für die Region Europa, Mittlerer Osten, und Afrika. Uwe Raschke: "Das Potenzial des Landes ist enorm. Wir erwarten in diesem Jahr ein Wachstum der iranischen Wirtschaft von knapp fünf Prozent." 

Außergewöhnlich hoher Bildungsgrad

Mit der neuen Repräsentanz in der südlich des Elburs-Gebirges, durchschnittlich 1.191 Meter über dem Meeresspiegel liegenden iranischen Metropole Teheran will Bosch Jahrzehnte währende Verbindungen wiederbeleben. Im Jahr 1924 begannen die Deutschen mit dem Verkauf erster Produkte. Auch mittelfristig hält Bosch die Entwicklung der Geschäftsaktivitäten für vielversprechend. Mehr als die Hälfte der knapp 80 Millionen Einwohner Irans ist jünger als 25 Jahre. Der Bildungsgrad der Bevölkerung ist außergewöhnlich hoch. 

Sich schnell entwickelnde IT-Infrastruktur

Allein in der Metropolenregion Teheran leben schätzungsweise über 15 Millionen Menschen. Als Industrie- und Handelsstadt mit Universitäten, Hochschulen und Bibliotheken ist Teheran ein bedeutendes Wissenschafts- und Kulturzentrum sowie wichtiger Verkehrsknotenpunkt des Landes. Als besonders dynamisch gilt der Wirtschaftsraum mit einer sich schnell entwickelnden IT-Infrastruktur. In den kommenden 40 Jahren will der Staat mehr als 40 Millionen US-Dollar in die Infrastruktur investieren. 

Großer Nachholbedarf im Nutzfahrzeug-Bereich

Großes Potenzial sieht Bosch im wachsenden Kraftfahrzeugmarkt. Allein in diesem Jahr wird laut Bosch im Iran voraussichtlich mehr als eine Million Fahrzeuge lokal produziert, rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem bestehe aufgrund einer überalterten Fahrzeugflotte ein riesiger Nachholbedarf, insbesondere im Nutzfahrzeug-Bereich. Viele Lastwagen seien bereits seit 40 Jahren und mehr auf Irans Straßen unterwegs. 

Weitere Vertretung im pakistanischen Lahore

Seine Geschäftsaktivitäten für den Mittleren Osten koordiniert Bosch von seiner Regionalgesellschaft in der Türkei aus. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro erzielt. Allein 1,5 Milliarden erwirtschaftete der Technologie- und Dienstleistungsanbieter davon in der Türkei, wo etwa 16.600 Mitarbeiter beschäftigt sind. Neben der Vertretung im Iran hat Bosch vor kurzem auch im pakistanischen Lahore eine Repräsentanz eröffnet.

Andreas Wolf lastauto omnibus

Autor

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Bosch

Datum

11. Mai 2016
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