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Bosch ESItronic live: Netzwerk für Fehler-Diagnosesystem

Ein Werkstattprofi muss nicht nur souverän den Schraubenschlüssel schwingen, sondern auch eine gute Diagnosetechnik draufhaben. Klemmt es jedoch an der Fehlersuche, ist guter Rat gefragt.

Allerdings sind technische Hotlines längst nicht mehr der Königsweg, um einem Fehler im Nutzfahrzeug auf die Spur zu kommen. Immer mehr Mechaniker gehen dazu ins Internet. Von Google und Co. sind in diesem Fall jedoch keine vernünftigen, geschweige denn zuverlässigen Antworten zu erwarten. „Eine Werkstatt kann nur dann profitabel arbeiten, wenn Diagnose und Reparatur schnell und effizient von der Hand gehen. Der Mechaniker braucht daher direkten Zugriff auf das für seine Arbeit nötige Spezialwissen“, erklärt Thomas Knapp, Leiter Produktmarketing für den Bereich Diagnose bei Robert Bosch.
Eine praktikable Lösung bietet Bosch bereits mit der sogenannten Remote Diagnose (Ferndiagnose) an. Steht der Mechaniker vor einem Problem, kann er per Telefon mit einem Technikexperten des Unternehmens Verbindung aufnehmen, der sich dann übers Internet direkt in das Diagnosesystem einwählt. Anschließend führt er den Anwender Schritt für Schritt durch den Prüfablauf.

Bosch ESItronic live führt den Techniker vom Fehler zur Reparaturlösung

Die Zukunft der Problemlösung sieht Bosch jedoch in der digitalen Kommunikation. Auf der Agenda des Stuttgarter Konzerns steht eine noch stärkere Integration des Internets beim Service für die Werkstätten. Dabei kommt der im Frühjahr 2012 eingeführten Werkstattsoftware ESItronic 2.0 die Rolle des Katalysators zu.
„Bosch ESItronic live“ ist eine Online-Erweiterung dieser Software für Diagnose und Reparatur – gewissermaßen ein internetbasiertes Assistenzsystem, das den Anwender auf möglichst kurzem Weg vom Fehlersymptom hin zur Reparaturlösung lotsen soll.
„Der Anwender kann direkt aus ESItronic 2.0 das Assistenzsystem aufrufen. Er erhält dadurch Zugriff auf alle für den aktuellen Arbeitsschritt relevanten Daten in der Bosch-Datenbank“, erklärt Thomas Knapp. Die Arbeitsbeziehung zwischen Mechaniker und Datenbank ist schnell hergestellt: ESItronic live übernimmt die Fahrzeugdaten und die bisherigen Diagnoseschritte. Das System weiß also, woran der Nutzer gerade arbeitet.
Alternativ kann der Mechaniker durch die Eingabe von Suchbegriffen oder Fehlerbeschreibungen das Problem spezifizieren. Hier wie dort schlägt das Programm einen Prüfablauf zur Diagnose vor. Der Mechaniker befindet sich dann bis zur endgültigen Diagnose in einem digitalen Dialog mit dem System.

Noch muss sich die Software in diversen Praxistests bewähren

Ein wesentlicher Baustein des Programms: ESItronic live besitzt eine Feedback-Funktion. Führt die Diagnose zum gewünschten Erfolg, kann der Anwender per Mausklick eine anonyme Rückmeldung zu dem Verfahren geben. Das System speichert dann die einzelnen Diagnoseschritte auf dem Bosch-Server. Dabei ist es so organisiert, dass es sich durch das Feedback aus den Werkstätten ständig optimiert – je mehr Input das System erhält, desto präziser fallen die Reparaturempfehlungen aus. „Mit ESItronic live müssen Kfz-Werkstätten nicht mehr die Fehler suchen, die andere schon gefunden haben. Das verbessert natürlich die Effizienz“, erläutert Thomas Knapp die handfesten Vorteile für die Anwender.

Die Software-Entwickler arbeiten mit Hochdruck an der Markteinführung der Software. Bevor der Startschuss fällt, muss sich das Programm noch in Praxistests in Werkstätten bewähren. Dabei steht vor allem die Bedienbarkeit im Mittelpunkt. Bei den Suchfunktionen zum Beispiel ist noch Feintuning gefragt – schließlich muss auch die Eingabe unterschiedlicher Suchwörter zu einem Problem am Ende zu einem Treffer führen. Eine erste Version von ESItronic live wird voraussichtlich Anfang 2014 an den Start gehen. Geplant ist, dass die Abonnenten der ESItronic-2.0-Diagnose dann auch die Online-Erweiterung ohne Weiteres nutzen können.

Autor

Foto

Joachim Geiger

Datum

17. Juni 2013
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