Blaupunkt Travelpoints, Navigationsgerät Zoom

Blaupunkt: Nun auch im Lkw daheim

Bislang konzipierte Blaupunkt Navigationsgeräte für Pkws. Nun hat der Hersteller zwei Geräte für Fernfahrer im Programm.

Zur Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin stellte Blaupunkt in diesem Jahr nicht nur die überarbeiteten Pkw-Navigationsgeräte der Travelpilot-Serie vor. Zudem hatte der Hersteller erstmals auch zwei Geräte für Fernfahrer mit im Gepäck. Diese hat Blaupunkt 50T und 70T EUR getauft. Beide Geräte bieten dabei sogar für Gefahrguttransporte entsprechende Streckenplanungen innerhalb Europas und Russlands.

Die Geräte unterscheiden sich kaum

Überhaupt unterscheiden sich die beiden Modelle nur marginal. Am augenscheinlichsten wird der Unterschied beim Display. Hat der Travelpilot 50T EUR einen 5 Zoll-Bildschirm hat der 70T EUR eine Bildschirmdiagonale von 7 Zoll. Zwar ist die Displaytechnologie jeweils eine geringfügig andere (Clear-Type LCD beziehungsweise LCD-TFT), die Auflösung (800 x 600 Pixel) ist jedoch gleich. Auch können beide bis zu 65.000 Farben darstellen. Eine optionale Rückfahrkamera lässt sich hingegen nur an das größere der beiden Navis anschließen.

Technische Details sind identisch

Ansonsten gleichen sich die beiden Geräte bis ins Detail. In beiden verrichtet ein 664 MHz Dual-Core Prozessor seinen Dienst. Zum Vorhalten der Karten und des sonstigen Materials stehen jeweils vier GB Flash-Speicher zur Verfügung. Mittels SD-Karten kann der Platzbedarf um weitere 16 GB erweitert werden. Der Arbeitsspeicher hat beide Male eine Größe von 128 MB. GPS ist natürlich ebenfalls mit an Bord. Sogar die Positionsdaten von Galileo sollen die Geräte verwerten können. Wobei diese satelittengestützte Ortung wohl nicht vor 2020 voll betriebsbereit sein wird. Ab 2014 soll es aber zumindest erste Galileo-Dienste geben. 

Das Navi liest die Straßennamen vor

Bei der Routenführung kann der Fahrer zwischen einer 2D- beziehungsweise
3D-Kartenansichten wählen.  Hinzu kommt ein dynamisches Autozoom, die realitätsnahe Darstellungen von Kreuzungs- und Abbiegesituationen ein Fahrspurassistent. Neben Richtungshinweisen gibt es via Text-to-Speech auch zielführende Straßennamen. Oder weniger technisch ausgedrückt: das Navi liest die Straßennamen vor.

Während der Fahrt unterstützt außerdem der Geschwindigkeitsassistent des Travelpilots per optischem oder auch akustischem Warnsignal vor Tempoüberschreitungen. Und mit Ausnahme der Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die Travelpilots zudem eine vorinstallierte  Blitzer-Datenbank mit an Bord.

Die Warnungen kommen sogar im Freifahrtmodus – also dann, wenn keine Routenführung geplant ist. Natürlich lässt sich dieser Service nachträglich auch für den deutschsprachigen Raum kostenfrei installieren. Die Nutzung ist jedoch vom Gesetzgeber nicht erlaubt.
Bei der Eingabe der Fahrzeugdaten zur Erstellung eines Nutzerprofils können erstmalig auch Schadstoffklassen angegeben und beim anschließenden Routing berücksichtigt werden. Entsprechend sehen die Streckenvorschläge auf Wunsch eine Umfahrung der Umweltzonen vor. Vorausgesetzt natürlich, dass das Ziel außerhalb dieser Stadtgebiete liegt.

Blupoints-Anzeige gibt Auskunft über die Ökonomie der Fahrweise

Neu bei Blaupunkt ist die sogenannte Blupoints-Anzeige. In Anlehnung an eine Ampel gibt sie permanent Auskunft über die Ökonomie der Fahrweise. Abgerundet wird das Leistungsportfolio der beiden Navis durch die Möglichkeit, ab der Online-Registrierung zwei Jahre lang kostenfreie Karten- und Software-Updates aufzuspielen. Auch die Daten der sogenannten Points of Interests (POIs), also interessante Orte wie etwa Tankstellen oder Rastplätze, sind beim Kauf maximal ein Jahr alt und wurden in dieser Zeit überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.

Tom Tom liefert das Kartenmaterial

Das Kartenmaterial kommt übrigens vom niederländischen Navigationsexperten Tom Tom. Wie eingangs angedeutet, sind dabei die speziellen Lkw-Parameter wie Masse, Gewicht oder Achsenzahl ebenfalls integriert. Bei der Routenführung berücksichtigt die Software somit Tunnelhöhen, Brückenlasten, Durchfahrtsverbote sowie auch das Vermeiden von Wendemanövern. All dies gilt für beide Lkw-Navis. Einen Unterschied gibt es natürlich: den Preis. Der Travelpilot 50T EUR ist für 299 Euro zu haben. Den großen Bruder 70T gibt es für 349 Euro. Damit ist auch der Preisunterschied eher marginal. Aufgrund des größeren Displays lohnt – gerade im Lkw – da wohl doch der Griff zum größeren Travelpilot.

 

Das Unternehmen

Die Blaupunkt-Gruppe mit Sitz in Hildesheim ist ein international bedeutender Anbieter von Autoradios, Unterhaltungselektronik und Komponenten wie Antennen, Verstärker, Lautsprecher und eben auch Navigationsgeräten. 1989 stellte das Unternehmen den Travelpilot vor. Er gilt als das erste serienreife Navigationssystem für den Straßenverkehr in Europa.

Portraits

Autor

Foto

Blaupunkt

Datum

13. November 2012
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Kommentare
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Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Arbeitsrecht
Ich bin Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Ich vertrete Arbeitnehmer und Arbeitgeber… Profil anzeigen Frage stellen
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