Berufskraftfahrermodul, Fitnes Zoom

Berufskraftfahrermodul Fitness: Fit for Driving

Fünf Module muss jeder Berufskraftfahrer zur Verlängerung des Führerscheins nachweisen. Dabei kann er auch etwas für die Gesundheit tun.

"Die Bombe tickt im Bauch!" Mit dieser Warnung wurden die Teilnehmer auf das neue Berufskraftfahrer-Trainingsmodul "Vorschriften und Fitness" eingestimmt. Erst am nächsten Tag geht es auf die Teststrecke des Hockenheimrings, um mit den Reise- und Stadtbussen das Bremsen, Ausweichen und Schleudern bis in den Grenzbereich zu üben, aber am Tag davor steht die eigene Fitness auf dem Programm.

Im Actros beugen Düfte, Licht und Töne der Müdigkeit vor

Denn was nützt ein moderner Bus mit ­allen erdenklichen Features an Bord, wenn das schwächste Glied in der Kette, der Fahrer, nicht fit genug ist, um das technische Meisterstück ­jederzeit zu beherrschen? "Wenn Arbeit besondere Belastungen mit sich bringt, wirkt sich das auf das gesamte Leben aus. Busfahrer gehören hier zu den Berufsgruppen, die besonders betroffen sind", erläutert Siegfried Rothe, Manager Condition Enhancement bei Daimler, die Motivation für das neue Modul beim Omniplus ­Driver Training.

Rothe forscht zum Thema Fahrerfitness und nicht zuletzt seinen Ergebnissen ist es zu verdanken, dass der neue Mercedes Actros seinem Fahrer bis zu 25 Prozent Ermüdungserscheinungen ersparen soll. Mit allerlei Tricks wie belebenden Aromen, zusätzlichem blauem Licht und einem computererzeugten Musikmix wird der Fahrer bei Laune und Aufmerksamkeit gehalten. Für den Bus sei vieles davon zwar übertragbar, eine vollstän­dige Analyse stehe aber noch aus, räumt Rothe ein.

Auch unterwegs in Bewegung bleiben

Die eigenen körperlichen Defizite werden den Teilnehmern in der Folge von Jürgen Saur nahegebracht, dazu stehen er und das Team des Vitalcenters am Paracelsus-Krankenhaus Ruit neben den Omniplus-Trainern uns Rede und Antwort. Nach einem Crashkurs in Sachen Übergewicht und seiner Folgen, Kalorien und ihrer Herkunft sowie Unbeweglichkeit und ihrer Bekämpfung legen die Teilnehmer selbst Hand an: Body-Mass-Indizes werden errechnet, Kalorienrationen portioniert, Bauchumfänge vermessen und der Blutdruck observiert.

Dabei gibt es schon mal Aha-Effekte, wie die Erkenntnis, dass man bei 3,5 km/h rund 20 Minuten gehen muss, um die Energie von zwei Stück Schokolade und zwei Gummibärchen zu verbrennen. Genau deswegen ist der Tag mit Trainingseinheiten angereichert, die alle Teilnehmer mitmachen müssen. Es ist erstaunlich, wie einfach es ist, in ein paar Minuten dem Körper etwas Gutes zu tun. Und ein Fitnessstudio passt in ein Aktenköfferchen. Demnächst gehen Fitnessboards, mit denen man viele Übungen an Bord absolvieren kann,  bei Daimler in Serie – ebenso wie das neue Modul "Vorschriften und Fitness".

Wegbereiter

Seit mehr als 20 Jahren bietet Daimler unter der Dienstleistungsmarke Omniplus das Driver Training für Berufskraftfahrer an – dies speziell auf Busfahrer zugeschnitten. "Neu ist das Expert Handling Training", erläutert Goerdt Gatermann, Leiter Omniplus Driver Training und so etwas wie die Galionsfigur des Bustrainings in Deutschland. "Der abwechslungsreiche Aufbau der Module entscheidet wesentlich über den individuellen Nutzen für den Teilnehmer."

Autor

Foto

Daimler

Datum

15. Mai 2014
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