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Beitrag zum vernetzten Fahren: Bosch stellt Studie Vision X vor

Visioin X – das ist der Name einer visionären Konzeptstudie einer Fahrerhauskabine, die der Technologiekonzern Bosch am Mittwoch auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt hat.

Der Technologiekonzern Bosch hat auf der IAA Nutzfahrzeuge eine Konzeptstudie vorgestellt, die einen Ausblick auf den Fahrerarbeitsplatz von morgen und die Potenziale des vernetzten Fahrens gibt. Die Studie mit dem Namen "Vision X" mutet von außen aerodynamisch und futuristisch an. Wirklich innovativ aber ist das Innenleben. Der Arbeitsplatz ist von Monitoren umgeben, auf denen der Fahrer sämtliche für die Transportabwicklung relevanten Informationen erhält. Einige Informationen werden auch auf die Windschutzscheibe projiziert, sind also direkt im Blickfeld des Fahrers. Das Fahrzeug bezieht die dafür notwendigen Daten aus der IOT-Cloud von Bosch, IOT steht dabei für das Internet der Dinge. Das sind zum Beispiel Informationen über die Strecke, die Verkehrssituation und über andere Verkehrsteilnehmer. Der letzte Punkt ist für Bosch besonders interessant. Das Fahrzeug ist mit allen verfügbaren Assistenzsystemen ausgestattet und kann durch diese Vernetzung auch Kontakt mit anderen Lkw aufnehmen. Diese Fähigkeit kommt etwa zum Tragen, wenn der Lkw autonom auf der Fahrbahn unterwegs ist und der Lkw nach infrage kommenden anderen Fahrzeugen für die Bildung von Platoons sucht.

"Jederzeit Herr des Geschehens"

"Wenn der Truck im Platoon auf Autobahnen unterwegs ist, kann der Fahrer schon seine nächste Tour ausarbeiten und ist dabei jederzeit Herr des Geschehens", erklärt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung bei Bosch. Bei Bedarf kann sich der Fahrer auch über mögliche freie Parkplätze oder die Essensauswahl am nächsten Rasthof informieren. Ebenfalls der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung trägt der Automobilzulieferer damit Rechnung, dass der Fahrer sich bereits per Smartphone bei der Spedition anmeldet und auf dem digitalen Weg einem Lkw samt Rampe zugewiesen wird. Alle Sendungen sind für den Fahrer nicht nur abrufbar.

Sendungen jederzeit im Blick

Darüber hinaus hat er in der Studie Vision X dank des Bosch-eigenen Frachtüberwachungssystems Track Q die Ladungssicherung der Sendungen jederzeit im Blick und wird informiert, sollte es zu Unregelmäßigkeiten kommen. "Die Idee ist schon sehr visionär", räumt Andreas Spellig ein, der Interessenten die Studie erläutert. Andererseits habe man eine klare Vorstellung davon, wann das Fahrzeug auf die Straße kommen soll: Am 21. September 2026 – in genau zehn Jahren. 

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

Foto

Thomas Küppers

Datum

21. September 2016
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