Tankmanagement Zoom

Tankkarten: Beim Tanken auf Nummer sicher gehen

Mehr Service, Online-Angebote und Reichweite, zudem unternehmen die Kartenanbieter große Anstrengungen gegen Diebstahl.

Die mobilen Dienste sind stark im Kommen. Ohne Mobilfunkgeräte geht bei Speditionen und Logistikunternehmen fast nichts mehr. Das spüren auch die Tankkarten-Betreiber und bieten seit diesem Jahr verstärkt Online-Services an. Wer kann, bietet seinen Kunden eine App, um von unterwegs die günstigsten Tankstellen, freie Parkplätze und Servicestationen zu finden. Der Digi-Lotse von DKV spricht nun sogar 20 Sprachen. An weiteren mobilen Services werde gearbeitet – eine Never Ending Story für alle Kartenanbieter.

Flexibilität und Kostentransparenz gewünscht

Kunden wünschen größtmögliche Flexibilität und Kostentransparenz. Dem begegnen die Anbieter mit Tools zur digitalen Selbstverwaltung. Sie erlauben es, die Tankkartennutzung selbst zu überwachen, bei DKV heißt das Programm etwa Cockpit.

Wenn es um Tankkarten geht, sind deren sicherer Einsatz, sowie der Missbrauchsschutz bei Diebstahl oder Verlust, zentral. Die meisten Anbieter setzen auf Hologramm und PIN, Fahrer-Unterschrift und Kfz-Kennzeichen.

UTA

UTA setzt neben einem speziellen Präventionsteam auf eine Software, die Abbuchungen auf Plausibilität prüft. Die Schäden und Betrugsfälle konnten dadurch laut UTA fast halbiert werden. Auch der Ausbau von Sicherheitsparkplätzen sei geplant. In Verdachtsfällen wird der Kunde sofort informiert. Im Vorgriff kann die Nutzung der Karten individuell angepasst und beschränkt werden, sodass kriminelle Manipulationen schnell auffallen.

Wölfl, AS24

Der Kartenanbieter Wölfl gibt an, nahezu alle Stationen seien videoüberwacht. Und My Card bietet zum Magnetstreifen einen Barcode an – doppelt hält eben besser. AS 24 setzt auf eine Chipkarte für mehr Sicherheit, die "stark nachgefragt" werde. Telefon-Hotlines für eine schnelle Rückmeldung im Problemfall gibt es bei rund der Hälfte der Karten.

Euro Shell

Euro Shell gibt an, Daten würden quasi in Echtzeit übermittelt und geprüft, ebenso Aral, das über das eigene Tankstellennetz direkten Zugang hat. In Deutschland sind nach eigenen Angaben rund 1,1 Millionen Aral/BP-Karten im Einsatz, in Europa will der Anbieter künftig noch stärker wachsen.

MAN Card, DVK Card

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Nahezu alle Kartenanbieter haben ihr Service- und Einsatzgebiet erweitert und wachsen mit ihren Kunden. Die MAN Card mit Zugriff aufs Aral-Netz soll es ab Juli auch in Österreich und ab September in Polen geben. Die DVK Card kann nun auch an 400 SB-Stationen von Tankpool eingesetzt werden. Insgesamt können Kunden laut DKV damit an 12.000 deutschen Tankstellen bezahlen sowie seit diesem Frühjahr an rund 600 französischen Leclerc-Stationen, darunter 200 Lkw-tauglichen.

OMV

Bei ihrer Suche nach günstigen Tankstellen und freien Parkplätzen unterstützen etwa DKV, UTA (mit seinem Partner Mercedes) und OMV ihre Kunden mit neuen Apps. Fürs Kraftstoffsparen bietet Aral zwei neue Telematik- und Software-Lösungen an. UTA bildet seit Krzem als offizieller Verbraucher-Informationsdienst   im Minutentakt die Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) in ihrer App und im Stationsfinder ab.

Zwei Karten sind bei dem Marktriesen DKV mit 2,5 Millionen Karten in Europa neu im Angebot: eine Climate Card für CO2-neutrales Tanken und DKV Card+Charge für öffentliche Stromtankstellen. Erstere kompensiert die getankten Liter Diesel automatisch. Die 55.300 DKV-Akzeptanzstellen könnten mit allen Karten genutzt werden. An der Ladesäulen können sich die Nutzer je nach System via RFID-Chip oder QR-Code authentifizieren. Die Karte soll auch auf andere Länder ausgeweitet werden.

Immer mehr Tankstellen bieten Adblue-Zapfsäulen an. Das wundert auch nicht, steigt doch mit der Umstellung auf effizientere Euro-6-Motoren mit geringerem Stickstoff-Ausstoß dessen Verbrauch deutlich an. Biodiesel wird dagegen weniger nachgefragt, wohingegen Zapfsäulen für Erdgas und Autogas zunehmen.

Tankpool

Stark gewachsen ist auch das Geschäft bei Tankpool, dem Zusammenschluss von 19 Mineralölhändlern in Deutschland, wie das Unternehmen meldet. Als aktiver Beitrag für mehr Sicherheit werde vor allem das Tanken mit Fahrerkarte gesehen, das bereits mehr als 10.000 Nutzer habe.

Neue Services im Überblick

  • DKV: überarbeitete App, Hyprid-Tankkarte, DKV Card Climate, Beratung zur Maut ab 7,5 Tonnen
  • Mycard: Magnetstreifen plus Barcode auf Karte
  • Euroshell: Mautregistrierung, MwSt.-Rückerstattung
  • Total: Führerscheinkotrolle, Präferenzpreismodell, Wertelimits in Euro oder Liter
  • UTA: Maut/Vignetten Bulgarien, Lettland, UTA-App & Stationsfinder mit minutenschneller Preisabbildung
Portrait

Autor

Foto

Aral/Montage: Götz Mannchen

Datum

24. Juni 2015
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