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Autonomes Fahren schadet Verkehrsverlagerung: BME mahnt BMVI-Gesetz an

Das Bundesverkehrsministerium hat einen Gesetzesentwurf zum automatisierten Fahren verabschiedet. Laut Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) habe dieser auf den Güterverkehr nicht nur positive Auswirkungen. 

"Für die Attraktivität des Fahrerberufs, der unter chronischem Personalmangel leidet, ist die neue Technologie durchaus eine Chance", sagt Gunnar Gburek, Leiter der BME-Sektion Logistik. Man sehe zudem die Vorteile im Bereich Sicherheit. Die Gefahr von Auffahrunfällen werde reduziert. Auch der Kraftstoffverbrauch könnte so sinken, besonders in vernetzten Platooning-Kolonnen. Allerdings sei die Kehrseite der Medaille, dass ein attraktiverer Straßengüterverkehr der Verkehrsverlagerung auf andere Träger schade. 

"Eigentlich muss es das Ziel sein, die überfüllten Straßen zu entlasten, indem der Hauptlauf auf die Schiene oder die Binnengewässer verlagert wird", sagt Gburek. Mit dem automatisierten Fahren machen man allerdings den besonders auf Kurzstrecken sinnvolle Lkw auch auf längeren Distanzen attraktiver. Damit bewirke man also das genaue Gegenteil der Verlagerungsstrategie. "Wir brauchen eine klare Strategie, in welchem Maße die einzelnen Verkehrsmittel in der Zukunft eingesetzt werden sollen."

Ford Transit Custom

Autor

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Jacek Bilski

Datum

14. April 2016
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