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Ausgabe 6/2014: Neuer FERNFAHRER am Kiosk

Der neue FERNFAHRER liegt am Kiosk. Darin: Ein großer Report zum Thema "Lkw-Polizeikontrollen in Deutschland". Im Visier: der Lenkzeiten-Schmu.

Der Renault T als Nachfolger eines Revolutionärs

Der Renault AE, später in Magnum umbenannt, bedeutete mit seiner würfelförmigen, vom Fahrgestell getrennten Kabine anno 1990 eine kleine Revolution. Unverkennbare Merkmale: Steiler Einstieg hinter der Vorderachse, senkrecht stehende Scheiben (mit ganzschließenden Rollos statt Vorhängen) und ebener Kabinenboden. Der 1996 eingeführte Premium folgte zwar dem konventionellen Baumuster, nahm aber dennoch eine gewisse Vorreiterrolle ein. Denn die Kombination aus kompakter Kabine, relativ geringem Gewicht und Motorleistungen um immerhin rund 400 PS trat als Allrounder für den schweren Verteiler- und mittleren Fernverkehr auf den Plan.

In der Folge etablierte sich eine komplette Fahrzeugklasse nach diesem Vorbild, mit Baureihen wie Mercedes Axor, MAN TGS, DAF CF oder Volvo FM. Unter derlei Finessen hat Renault im Sommer 2013 aber einen Schlussstrich gezogen. Zur Einführung der neuen T-Baureihe sprachen die Franzosen von einer Vereinheitlichung mit, so wörtlich, "einem einzigen Fahrzeug, das aufgrund seines modularen Aufbaus sämtliche Anforderungen der Kunden im Fernverkehrssegment erfüllt." FERNFAHRER klärt, ob das Konzept funktioniert.

Wie bewährt sich der T in der Praxis?

Die Fahrerin Peggy Jahn fährt seit 13 Jahren Lkw und hat mit der fränkischen Spedition Hotter aus der Nähe von Nürnberg ihren Traumarbeitgeber gefunden. Als Erste von vier Kollegen in der Firma tauschte sie den Magnum gegen einen Renault T 480 High Sleeper Cab. Mit an Bord: der FERNFAHRER beim ersten Fahrbericht aus der Praxis. Fahndungserfolg macht mutig. Ende Februar hatten Beamte der Verkehrspolizei Direktion (VPD) West aus Brandenburg auf der A 10 einen litauischen Sattelzug kontrolliert. Der Fahrer konnte keine ordnungsgemäßen Frachtunterlagen vorzeigen und so erhärtete sich sehr schnell der Verdacht, dass etwas mit seiner Ladung nicht stimmte. Die Zollplombe war gefälscht. Die Beamten haben dann auf der Ladefläche drei Land Rover im Wert von 250.000 Euro entdeckt. Sie waren in Holland als gestohlen gemeldet. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen.

Auch deutsche Firmen tricksten beim Tacho

Das ist nur ein Highlight groß angelegter Polizeikontrollen in Deutschland. Ein anders Ergebnis: Die klassische Manipulation mit einem Magneten am Kitas-Geber des Getriebes ist rückläufig. Denn um den neuen Kitas-Geber, der seit Oktober 2012 in allen Lkw eingebaut werden muss, von außen zu beeinflussen, bedarf es eines derart starken Elektromagneten, dass es einem sofort die Finger wegreißt. Aber jede gute Nachricht hat auch ihren negativen Nebenaspekt. Die Beamten stellen fest, dass immer öfter – vor allem von Transportunternehmern oder Fahrern aus dem Osten – die alten Kitas-Geber wieder eingebaut werden. Auch das können wir bei einer intensiven Kontrolle natürlich mit der entsprechenden Software in der Fahrzeugelektronik auslesen. Bei Ebay sind sie aber dennoch der Renner. Die Manipulation des Tachos ist eine Straftat: Auch bekannte deutsche Firmen sind dabei, und sei es 'nur' mit den Fahrzeugen ihrer osteuropäischen Niederlassungen. Selbst Unternehmen, von denen man es nie und nimmer gedacht hätte, stehen auf der Liste.

Morde in Serie

Manfred Krämer fährt am Tag Lkw und ist am Abend ein Krimi-Autor. FERNFAHRER hat ihn einen Tag im Nahverkehr in der Region Mannheim begleitet. Manfred schreibt für das Magazin einen exklusiven Fortsetzungskrimi in fünf Folgen. Die erste startet im aktuellen Heft: "Transit in den Tod".

Die vollständigen Artikel und noch viel mehr gibt’s im FERNFAHRER 6/2014, jetzt am Kiosk. Viel Freude beim Lesen wünscht die Redaktion.

Hammermeister

Autor

Datum

2. Mai 2014
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