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Auf Achse: Zarenroute

Die Cape to Cape-Expedition auf der Zarenroute

Zwei Tage nach dem Start gab es für die Cape to Cape-Abenteurer unerwartete Schwierigkeiten. Nachdem ein Renault Sherpa ohne ernsthafte Folgen von der Straße abgekommen war, machte das Team an der russischen Grenze Bekanntschaft mit den dortigen Gepflogenheiten: 16 Stunden Wartezeit! Glücklicherweise war die Solidarität unter den Expeditionsteilnehmern vorbildlich und der spätere Empfang in Murmansk sehr herzlich. Die Strecke zwischen Neiden in Norwegen und der russischen Grenze ist tückisch, größtenteils vereist und erlaubt keinerlei Fehler. Das bekam einer der Sherpa-Fahrer zu spüren, als er von der Straße abkam. Dies hatte glücklicherweise keine ernsthaften Folgen für ihn und seine Beifahrer. In so einem Fall ist es natürlich gut, einen Kerax an seiner Seite zu haben! Dank seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten und der guten Zusammenarbeit des Teams wurde der Renault Sherpa innerhalb weniger Minuten aus seiner misslichen Lage befreit und wieder auf die Piste zurück gebracht. Das Schwierigste kam jedoch erst noch: Die Überquerung der russischen Grenze und die damit verbundenen ungeplanten Wartezeiten. Über einen Zeitraum von sechzehn Stunden musste das Team Visum- und Fahrzeugkontrollen über sich ergehen lassen. Dies alles jedoch in einer freundlichen Stimmung. Die Zollbeamten ließen sich sogar mit den Fahrzeugen fotografieren. Nichtsdestotrotz wurden die Nerven im Laufe der Stunden strapaziert. Ein Teammitglied kam auf die Idee aus Klebeband einen Fußball zu basteln und erfand den „Eisfußball“. Um zwei Uhr morgens hob sich endlich die Schranke - bis zum nächsten Checkpoint zehn Kilometer weiter. In Ermangelung eines Rat gebenden Reiseführers, erwiesen sich die Bewohner von Murmansk als grenzenlos gastfreundlich. Die Karawane wurde dort mit großem Applaus von interessierten Einwohnern empfangen. Das nächste Reiseziel ist jetzt St. Petersburg.

Datum

16. März 2009
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