Rallye Dakar 2010 Zoom

Auf Achse: Buenos Aires, 1.1.2010

Der erste Tag des Jahres beginnt am Morgen mit der Sitz- und Packprobe im Presseshuttle. Die VW Amarok sind im Werk zu reinen Dreisitzern umgebaut worden, so dass hinter dem Fahrer noch Raum für jenes Gepäck ist, dass neben Ersatzrädern, Kanistern und Zelten nicht mehr auf die Ladefläche passt. Als alles verstaut ist, machen wir uns zu Fuß auf den Weg Richtung Innenstadt, wo auf der abgesperrten Verkehrs-Hauptschlagader Straße des 9. Juli das Start-Podium aufgebaut ist. Die Präsentationsstrecke führt die Fahrzeuge von ihrem Standort am Messegelände vorbei an tausenden von Schaulustigen zum Platz am Obelisken, wo die Fahrer nochmals ausführlich vorgestellt werden. Es macht den Eindruck, als sei die ganze Stadt auf den Beinen, um einen Blick auf die Wettbewerbsfahrzeuge zu erhaschen. Zwei Moderatoren stellen zunächst alle Motorradfahrer, dann die Pkw- und schließlich die Lkw-Besatzungen vor. Selbst gegen Ende der knapp fünfstündigen Prozedur bedenken die Fans noch jedes Fahrzeug mit einem freundlichen Applaus. Im Anschluss nehmen die Teams sofort die 317 Kilometer lange Überführungsfahrt nach Colón in Angriff. Die erste Wertungsprüfung folgt erst am nächsten Tag (2.1.) auf dem Weg nach Córdoba. Bilanz des Symbolstarts: 373 vorgestellte Fahrzeuge, TV-Liveübertragungen auf drei Kanälen alleine im Raum Buenos Aires und laut Schätzungen sage und schreibe 800.000 Zuschauer an der Strecke. Die amtierenden Pkw-Titelträger Giniel de Villiers und Dirk Zitzewitz rechnen sich auch im diesem Jahr gute Chancen aus. Wie in kaum einem anderen Land mobilisiert der Motorsport in Argentinien die Massen. Probepacken für den nächsten Tag: Neben dem Expeditions-Equipment müssen die Amarok auch noch jede Menge Gepäck befördern.

Datum

2. Januar 2010
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