Die Telematik-App AppLinc von Astrata. Zoom

Astrata bindet Subunternehmer ein: Lkw- und Trailertelematik kommunizieren

Der Telematikanbieter Astrata, ehemals Qualcomm, hat auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 eine ganze Reihe an Neuheiten vorgestellt. So kommunizieren jetzt beispielsweise Truck und Trailer miteinander. Mittels einer App wiederum lassen sich Subunternehmer in den Logistikprozess einbinden.

Der Telematikanbieter Astrata, ehemals Qualcomm, hat auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 eine ganze Reihe an Neuheiten vorgestellt. Da wäre zum einen App Linc. Dabei handelt es sich um eine App, die im Google-Play-Store erhältlich ist und auf jedem Smartphone mit Android-Betriebssystem 4.1 und höher läuft.

Die Idee dahinter ist simpel: "Mit AppLinc kann der Spediteur seine Subunternehmer einfach im Blick behalten und in die logistischen Prozesse einbinden", erklärt Rüdiger Schallock, Country Sales Manager bei Astrata Europe, im Gespräch mit eurotransport.de. Die App erlaube es, alle relevanten Informationen für das Management ins Backoffice zu übertragen.

Möglich macht das die Anbindung an das Internetportal FleetVisor von Astrata. Auf diese Weise ist es möglich, Daten zum Standort des Fahrzeugs, zum Status der Ladung sowie Workflow-Daten im Blick zu behalten. Des Weiteren ist eine Messaging-Funktion integriert, sodass Änderungen im Ablauf schnell und problemlos zwischen Fahrer und Disposition abgestimmt werden können. Laut Schallock können Flottenmanager zudem Warnhinweise mit hoher Priorität aussenden, die dann als Warnhinweis in AppLinc erscheinen. "So ist sichergestellt, dass der Fahrer die Nachricht sofort erhält und unverzüglich reagieren kann", erläutert Schallock.

AppLinc muss vom Auftraggeber freigeschaltet werden

Unproblematisch sei auch die Inbetriebnahme von AppLinc. Das Herunterladen ist kostenlos, wobei man mit der App erst mal wenig anfangen kann. Erst wenn der Speditionsverantwortliche die App des Subunternehmers freigibt, kann dieser damit arbeiten. Ist er nicht mehr für die Spedition tätig, wird die Freigabe wieder entzogen.
Ebenfalls in Hannover enthüllt hat Astrata den DriverLinc Light. Dieser neueste Spross der Bordcomputer ist fest im Lkw verbaut, Features wie eine Kamera zur Schadensdokumentation gibt es nicht. "Letztlich braucht aber nicht jeder Kunde eine Highend-Lösung. Mit dem Driver Linc Light sprechen wir nun auch preissensiblere Kunden an", sagt Schallock.

Ebenfalls neu ist die Lösung TrailerLinc. Dabei handelt es sich um eine unauffällige Box, die am Auflieger angebracht wird. Das System meldet dann die Position des Trailers sowie Fahrtrichtung und Geschwindigkeit an die Zentrale. Zudem speichert es An- und Abkopplungen und meldet, ob der Trailer parkt oder in Bewegung ist.TrailerLinc zeichne überdies Fahrstil-Parameter auf, berichtet Schal­lock. Auf diese Weise könnten Flottenmanager solche Fahrer unverzüglich warnen, die sensible und wertvolle Fracht gefährden. "Diese Merkmale waren bis dato lediglich bei teuren Anwendungen erhältlich."

Black Box verbindet Lkw und Trailer

Darüber hinaus ist auch eine Koppelung von Truck und Trailer möglich. Dazu muss bei der Zugmaschine die TruckLinc Black Box von Astrata verbaut sein. Ist dann an der gezogenen Einheit TrailerLinc im Einsatz, kann man die beiden – wenn gewünscht – automatisch miteinander verbinden lassen. Dazu erhält jede Sattelauflieger-Einheit einen eigenen Identifikationscode.

Im Reigen der Neuvorstellungen findet sich außerdem der sogenannte Trip Monitor. Dieser zeigt die gesamte Tour in Echtzeit an. Er vergleicht den aktuellen Status mit dem vorgegebenen Zeitplan und weist auf Abweichungen hin. Dabei erkennt Trip Monitor potenzielle Verzögerungen bei der Auslieferung oder der Abholung. Auch Fahrten auf nicht autorisierten Strecken werden vermeldet. „So haben die Flottenmanager den Überblick über Fahrzeuge und Routen und können die Transporte effizienter gestalten“, erläutert Schallock. Der Trip Monitor verarbeitet dabei nicht nur die Daten von Astrata-Lösungen. Vielmehr können dort die Telematikdaten von einer Vielzahl an Lösungen einfließen.

Mit Weareable die Gesundheit im Blick behalten

Informationen ganz anderer Art fließen bei dem Wearable am Handgelenk der Lkw-Fahrer ein. Mit dem Fitnessarmband Fit2Perform von Astrata werden beispielsweise die Hauttemperatur, die galvanische Hautreaktion (Schweiß) sowie die Herzfrequenzvariabilität gemessen. Daraus lässt sich  dann der Gesundheitszustand des Fahrers ablesen. Das Einbinden dieser Daten ins Flottenmanagement ist aus rechtlicher Sicht zwar noch Zukunftsmusik – aber eine Messe wie die IAA Nutzfahrzeuge ist auch für solche Visionen die geeignete Plattform.

Das Unternehmen

  • Astrata Europe ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Astrata Group
  • Das Unternehmen firmierte früher unter dem Namen ­Qualcomm Enterprise Services Europe
  • Im Portfolio befinden sich Lösungen fürs Flottenmanagement in der Transport- und Logistikbranche
  • Astrata hat allein in Europa mehr als 1.500 Kunden
Portraits

Autor

Foto

Astrata

Datum

6. Oktober 2016
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