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Arctic Van Test - Tag vier: Von früh bis spät

Zwölf Stunden Fahrt und 700 Kilometer auf Schnee und Eis haben die Profitester hinter sich gebracht. Von Helsinki ging es nach Pikku-Syöte in Lappland.

Als um fünf Uhr in der Früh der Wecker klingelt, bricht Hektik aus. Schnell Koffer packen, einen Happen frühstücken und dann auschecken aus dem Hotel in Helsinki. Gleich geht es auf die Piste – heute stehen satte 700 Kilometer Strecke auf dem Programm des Arctic Van Test. Die erste Etappe führt mit dem Shuttle nach Mäntsälä, wo die Testfahrzeuge parken. Als da wären: Ford Transit Custom, Mercedes Vito und VW Transporter in der Transporter- sowie Dacia Dokker Express, Mercedes Citan, Nissan NV200 und Renault Kangoo Rapid in der Lieferwagen-Klasse.

"Gentlemen, start your engines!"

Die Fahrzeuge haben über Nacht einiges an Neuschnee abbekommen. Deshalb müssen Profitester und Werksfahrer mit Besen und Eiskratzer ans Werk, bevor die Kolonne auf Tour geht. Um 7.15 Uhr gibt der Testverantwortliche Heikki Laurell vom finnischen Fahrzeugmagazin Auto Tekniika das Kommando: "Gentlemen, start your engines!" Manche Fahrzeuge haben kleinere Startschwierigkeiten. Aber mit etwas Überzeugungskraft am Zündschlüssel kriegen alle Fahrer ihren Testwagen zum Laufen. Zwei Minuten haben die Motoren zum Warmwerden, dann rollen die sieben Transporter vom Hof des finnischen Fahrerklubs Rahtarit Richtung Autobahn.
Damit jeder Tester auch jedes Fahrzeug ausprobieren kann – so wie an den Tagen zuvor –, sind sieben Stopps eingeplant. Der erste nach etwa 60 Kilometern. ABC heißt die Tankstelle, an dem die Tester nicht nur die Fahrzeuge tauschen, sondern auch den ersten Kaffee trinken. Den gilt es zu genießen, denn bis zum nächsten Aufenthalt sind es rund 270 Kilometer und die ziehen sich.

Denn in Finnland gilt auf den zweispurigen Straßen von Helsinki Richtung Kuusamo im Norden Tempo 100. Noch dazu fährt der Tross die meiste Zeit auf einspurigen Landstraßen mit maximal erlaubten 80 km/h. Zumindest bleibt so Zeit, um die Landschaft zu genießen. Die ändert sich allerdings kaum. Die nahezu immer gerade Straße ist eingefasst von endlosen Wäldern.

Kupplung, Bremse und Beschleunigung beim Überholen

Auf den Bewertungsbögen stehen heute unter anderem die Wertungskategorien Kupplung, Bremse und Beschleunigung beim Überholen. Das können die meisten der Fahrzeuge gut. Abstriche müssen die Profitester eher beim Sitzkomfort machen. Manche Fabrikate verzichten auf ordentliches Gestühl. Nach einem Tagespensum von 700 Kilometern steigt nicht jeder Fahrer mit einem Lächeln im Gesicht aus.

Die Tester haben nach knapp 350 Kilometern Mittagspause und können die Muskeln ein wenig lockern. An einer Tankstelle in Jyväskylä gibt es Essen vom Buffet und den zweiten Kaffee. Rund fünf Stunden sind bis hierhin vergangen.

Das nächste Zwischenziel heißt Oulu, die größte Stadt im Norden Finnlands. Auf den Straßen dorthin gibt es einige Spurrillen, die zumindest an einem Transporter Schwächen in der Fahrwerksabstimmung aufzeigen. Der Testfahrer ist deshalb durchgehend mit Lenkungskorrekturen beschäftig.

Spritspar-Tagessieger von gestern landet erneut auf Platz eins

Nach dem dritten Kaffee an einer Tankstelle in Oulu bleiben noch 200 Kilometer bis zum Ziel und 70 Kilometer weniger bis zum Nachtanken. Vor allem für die Werksfahrer ist das eine wichtige Wegmarke. Dort zeigt sich, ob die Spritsparer in der Stadt auch außerorts wenig verbrauchen. Und tatsächlich macht der Tagessieger von gestern an der Tankstelle in Pudasjärvi erneut den ersten Platz.

Fahrzeughandling auf geschlossenen Eisdecken

Um 19.30 Uhr ist es endlich soweit – die Testflotte erreicht das unter einer dichten Schneedecke verborgene Pikku-Syöte. Ausfälle hat es bis hierhin keine gegeben. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Morgen steht dann Fahrzeughandling auf geschlossenen Eisdecken auf dem Programm, allerdings erst nach Sonnenaufgang.

Wer die Gewinner des Arctic Van Tests 2013 sind, lesen Sie in lastauto omnibus 5/2013 vom 14. März 2013 sowie in trans aktuell 05/2013.

Selbstverständlich berichten wir auch auf eurotransport.de, welcher Transporter beim Arctic Van Test die Nase vorne hatte.


Sie haben einen Tagestest verpasst? Kein Problem - hier gehts zu den Test-Etappen:

Portrait

Autor

Foto

Markus Braun

Datum

7. Februar 2013
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