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Anti-Terror: Unternehmer testet selbstgebaute Lkw-Sperre

Ein 48-jähriger Lkw-Fahrer verletzte sich im hessischen Fürstenhagen schwer, als er absichtlich gegen eine Sperre aus Metall fuhr. Er wollte die Wirkung dieser sogenannten Anti-Terror-Sperre testen.

Der Lkw fuhr laut Zeugenaussagen aus etwa 100 Metern Entfernung mit einer Geschwindigkeit von mehr als 50 Stundenkilometern (km/h) auf die Metallkonstruktion zu. Wie die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA) berichtet, wurde das Fahrzeug durch den Aufprall auf die Metall-Sperre in die Luft katapultiert. Der Fahrer sei dabei schwer verletzt worden. Die Beteiligten des Unfalls, der schon am 22. April passierte, halten sich bedeckt. Nach und nach gehen bei der HNA jedoch immer mehr Handyvideos von Zeugen ein. Gegenüber der HNA bestätigte der Besitzer des Lkw, mit potenziellen Kunden und Behörden über die Vermarktung der Sperre zu verhandeln.

Kürzlich hatten Tests der Prüfgesellschaft Dekra in Neumünster ergeben, dass die bisher verwendeten Betonsperren dem Aufprall eines Lkw nicht standhalten. Dekra testete im Auftrag des MDR-Magazins "Umschau". Ein zehn Tonnen schwerer Lastwagen fuhr in einem streng reglementierten Test mit 50 km/h auf die Betonblöcke auf und schob sie scheinbar mühelos beiseite.

Nach den Terroranschlägen in Nizza, Berlin und Stockholm, bei denen ein Lkw als Waffe missbraucht wurde, sind sogenannte Anti-Terror- oder Nizza-Sperren zum Schutz vor Lastwagen immer wieder im Gespräch.

Franziska Niess

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Datum

5. Mai 2017
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