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Alternative Antriebe: DLSV sieht Hersteller in der Pflicht

Gerade in urbanen Ballungsräumen ist es wichtig, Luftschadstoffe zu reduzieren. Dazu müsse auch der Verkehr beitragen, so der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV).

Immer mehr Logistikdienstleister erproben daher laut Verband bereits Alternativen zu Dieselfahrzeugen. Aktuell schränke jedoch die mangelnde Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit das Engagement seitens der Wirtschaft ein. Daher ist es laut DSLV auch richtig, dass die Verkehrsministerkonferenz ihre Entscheidung zur Einführung von Fahrbeschränkungen in Städten zurückgestellt hat. "Das Plakettensystem ist kein grundsätzlich falsches Instrument zur Senkung verkehrsinduzierter Schadstoffemissionen, solange Fahrzeuge mit den geringsten Emissionswerten privilegiert werden – und hierzu zählen heute auch noch dieselbetriebene Euro-V-Nutzfahrzeuge", sagt DSLV-Präsident Mathias Krage. Die Emissionsdifferenz zu Euro-VI-Lieferfahrzeugen sei schließlich kaum messbar. "Bis zur seriellen Fertigung alternativ angetriebener und bezahlbarer Fahrzeuge einschließlich flächendeckender Tank- und Ladeinfrastruktur kann das Dieselnutzfahrzeug nicht einfach und dogmatisch von heute auf morgen den Versorgungsprozessen von Handel und Bevölkerung entzogen werden", sagt Krage.

Die Ratifizierung der Pariser Klimaschutzziele durch die EU verstärkt laut DSLV den Druck auf die Fahrzeugindustrie zusätzlich. Allerdings müsse man Insellösungen vermeiden. Auch dürften Städte bei aller Not "ihre Versorgungsadern nicht einfach abklemmen, indem sie den Wirtschaftsverkehr durch eine blaue Plakette schlichtweg untersagen." Mit einem solchen Schritt tragen die Kommunen, so der Verband, zu ihrer eigenen Verödung bei. Man begrüße daher, dass die Verkehrsminister der Länder auch die Bedeutung der Mobilitätssicherung betonen. 

Ford Transit Custom

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asrawolf/Fotolia

Datum

11. Oktober 2016
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