Alles über 20 Jahre Logistik
Umweltzonen Zoom

2008: Die Umweltplakette kommt

eurotransport.de zeigt ausgewählte Ereignisse der letzten 20 Jahre. Was passierte 2008?

Umweltzonen entstehen:

Seit Jahresbeginn dürfen in Berlin, Hannover und Köln nur noch Fahrzeuge mit Plakette fahren. Andere Kommunen stehen schon in den Startlöchern. Am Anfang gibt es Schonfristen für Fahrzeuge ohne Aufkleber.

Sicherheit mit Siegel:

Seit Jahresbeginn können Unternehmen aller Branchen, die Handel mit Drittländern betreiben, sich um den Status des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (ZWB) bei ihren Hauptzollämtern bemühen. Doch das Interesse ist anfangs noch gering. Viele scheuen das aufwendige Verfahren.

In die Insolvenz gerollt:

Die Spedition Ricö aus Osterode am Harz hat Insolvenz angemeldet. Die Firma war in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und hat ihre Flotte binnen drei Jahren auf 2.100 Einheiten vervierfacht.

Masterplan vorgestellt:

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat den angekündigten Masterplan Güterverkehr und Logistik vorgestellt. Er umfasst 39 Maßnahmen, die die Mobilität sichern sollen. Verbände stören sich aber an den drei Vs: Verlagern, Verteuern, Vermeiden.

Name verschwindet:

Der Name des Firmengründers hat ausgedient – Aus Thiel Logistik wird Logwin. Trotz des neuen Erscheinungsbilds ist das Unternehmen seine Sorgen nicht los, der Landverkehr kränkelt weiter.

Erfolgreiche Premiere:

Der bundesweit erste Tag der Logistik hat im April rund 20.000 Besucher angelockt. Eingeladen hatten rund 200 Organisationen. Initiator der Veranstaltung ist die Bundesvereinigung Logistik (BVL).

Sektorales Fahrverbot:

Das Bundesland Tirol in Österreich macht Ernst. Lkw mit Abfällen, Erdaushub oder anderen Massengütern dürfen seit Mai nicht mehr passieren. Die EU-Kommission hat den Europäischen Gerichtshof eingeschaltet.

Sicher – für dich – für mich:

BG Verkehr, BGL und Kravag geben in Berlin den Startschuss zu einem Feldversuch mit Nutzfahrzeugen, die allesamt mit den neuesten Fahrerassistenzsystemen ausgestattet sind. Insgesamt 1.000 Fahrzeuge sollen im Lauf der nächsten Jahre Erfahrungen sammeln.

Empörung über Erhöhung:

Das Bundeskabinett hat einer Mauterhöhung zugestimmt. Die Verbände hoffen auf ein Veto der Länder im Bundesrat – doch der Bundesrat stimmt zu. Die übermäßige Verteuerung von Euro 3-Fahrzeugen führt im Anschluss zu einer beispiellosen Abwertung dieser Lkw. Minister Tiefensee sagt gegenüber trans aktuell, die Erhöhung zum Januar 2009 sei nicht verhandelbar.

Geld für fast alles:

Die Bundesregierung will im neuen Jahr ihre Zusage einlösen, dem Gewerbe jährlich mit 600 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Förderprogramme sollen jährlich einen Bonus von 450 Millionen Euro bringen: das sind die Programme Innovation, De minimis sowie Aus- und Weiterbildung. Die restlichen 150 Millionen Euro erbringt die gesenkte Kfz-Steuer.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Datum

24. Mai 2012
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