Alles über 20 Jahre Logistik
Krone, Lang, länger Zoom

1998: Lang, länger, Long Liner

eurotransport.de zeigt ausgewählte Ereignisse der letzten 20 Jahre. Was passierte 1998?

Lang, länger, Long Liner:

Der Fahrzeugbauer Krone baut für Testzwecke einen Sattelauflieger mit einer Ladelänge von 15,54 Metern. Der Trailer bekommt eine Nachlauf-Lenkachse, damit er den BO-Kraft-Kreis meistert. Der lange Lulatsch soll in Schweden auf seine Alltagstauglichkeit getestet werden.

Dreijährige Ausbildung:

Im Sommer soll die dreijährige Ausbildung für Berufskraftfahrer kommen. Darauf haben sich das Ministerium und die Spitzenverbände verständigt. Das zusätzliche Jahr soll vor allem der schulischen Ausbildung zugute kommen. Zu Jahresbeginn zögert aber noch die EU-Kommission.

VTL startet Hubbetrieb:

Die Kooperation Vernetzte Transport Logistik, kurz VTL, nimmt ihr Hub in Herleshausen bei Eisenach in Betrieb. Hinter der Kooperation stehen im Frühjahr 1998 vier Gesellschafter, die Verträge mit 40 Speditionen geschlossen haben.

Angst vor dem Werkverkehr?

Durch die Liberalisierung können auch Industrie- und Handelsunternehmen bald gewerbliche Transporte durchführen. "Der Werkverkehr wird voraussichtlich für mehr Konkurrenz auf dem Transportmarkt sorgen als die Kabotage", heißt es vom Bundesverband Werkverkehr und Verlader.

Neue ADSp:

Die Verhandlungen über die neuen Allgemeinen Deutschen Spediteur-Bedingungen (ADSp) sind im Juni beendet, offen sind nur noch wenige Details. Das Kartellamt muss noch zustimmen.

Es ist vollbracht:

Von Juli an gelten neue Spielregeln im Güterkraftverkehrsgesetz. Die Genehmigungen sind nicht mehr kontingentiert, die Beschränkungen für den Nah- und Fernverkehr fallen. Der Werkverkehr ist liberalisiert, und Kabotage innerhalb der EU möglich. Künftig reichen zwei Dokumente – die EU-Lizenz und die Binnenerlaubnis – Erlaubnis für den gewerblichen Güterkraftverkehr – genannt.

Rückenwind für Kombiverkehr:

Geschäftsführer Dr. Werner Maywald sieht einen deutlichen Trend zur Schiene. Spediteure machten sich zunehmend Gedanken, wie sie ihre Güter auf der Schiene transportieren können. Anlässe seien die jüngste Brenner-Blockade, aber auch die Bundestagswahl im Herbst.

Vorstoß zur Standardisierung:

Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) wirbt für einen 7,45 Meter langen Wechselbehälter, der den 7,15 Meter langen Vorgänger ersetzen soll. Die neuen Einheiten sollen auch in die Höhe wachsen – auf 2,90 Meter. Dies soll Doppelstock-Beladungen ermöglichen. Damit könnte eine Einheit 36 Euro-Paletten schlucken.

Offen für Sperriges:

Im Oktober geht die Kooperation Spedition 2000 XXL an den Start. Der Verbund hat vor allem großvolumige Güter im Blick. "Für den Transport dieser Güter besteht eine erhebliche Nachfrage", argumentiert Geschäftsführer Andreas Jäschke. 23 Partner gehören der Kooperation bislang an.

Mammut-Ministerium:

Mit Franz Müntefering zieht im Oktober ein Sozialdemokrat ins Verkehrsministerium ein. Seine Mammut-Behörde heißt nun Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen, Städtebau und Verkehr. Gegenüber trans aktuell kündigt Müntefering an, die ökologisch orientierte Steuerreform (kurz Ökosteuer) auf den Weg bringen zu wollen. Um die Sozialversicherungsbeiträge zu reduzieren, soll Energie stark verteuert werden.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Datum

23. Mai 2012
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