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1995: Mercedes-Benz Sprinter startet

eurotransport.de zeigt ausgewählte Ereignisse der letzten 20 Jahre. Was passierte 1995? 

Sprinter startet:

Mercedes präsentiert seinen neuen Transporter der Öffentlichkeit. Er heißt Sprinter und ist angetreten, die Transporterwelt umzukrempeln. So begann im Januar die trans aktuell-Fahrvorstellung. Sie sollte Recht behalten – der Name wurde zum Synonym für eine ganze Fahrzeuggattung.

Willkommen Österreich:

Deutsche Spediteure in Grenznähe freuen sich, dass die Privilegien der österreichischen Spediteure auslaufen. Der Beitritt zur EG beschert den Frächtern im Nachbarland deutlich höhere Steuern. Die dortige Branche warnt vor katastrophalen Folgen. Auch Schweden und Finnland stoßen zur Gemeinschaft.

Doppelt geladen:

Die Spedition Schober aus Weinstadt präsentiert erstmals in Deutschland einen Doppelstock-Auflieger, der 89 statt 59 Rollcontainer auf zwei Ebenen laden kann. Schober hat das Fahrzeug zusammen mit dem holländischen Partner Emons und dem irischen Hersteller Wilson entwickelt.

Mautdebakel:

Angeblich fehlende Ausgabestellen lösen bei ausländischen Autobahnnutzern Unmut aus. Außerdem gibt es bei der Eurovignette keinen einheitlichen Kurs. Nur Deutschland und Dänemark sind zu Jahresbeginn gestartet, die restlichen Länder starten erst Monate später.

Auf Einkaufstour:

Das zur britischen P&O-Gruppe gehörende Unternehmen Rhenania investiert in großem Stil in seinen Fuhrpark. Die Firma übernimmt die Sparte Overland der Footwork-Hamacher-Spedition und die Mehrheit der Spedition Preuss aus Bielefeld. Statt 1.300 sind damit 1.600 rollende Einheiten im Besitz von Rhenania.

Schenker setzt auf Standard:

Die Spedition Schenker will künftig durch den Einkauf von standardisierten Lkw die Kosten um bis zu 15.000 Mark reduzieren. 1995 unterhält das Unternehmen noch einen beträchtlichen eigenen Fuhrpark. Dazu zählen 800 eigene Lkw, 1.000 Auflieger und 2.800 Brücken.

On Tour für trans aktuell:

Die Spedition Birgels aus Meerbusch hat im Auftrag der Redaktion ein halbes Jahr lang einen Iveco 440 E 42 und einen Dreiachs-Planenauflieger von Schmitz Cargobull (SCB 24/L-13.7) auf Tour durch Europa geschickt. Fazit: "Das Auto ist in Ordnung."

Längere Laster:

Verkehrsministerium und Verbände haben sich auf neue Maße für einen Europa-Lastzug geeinigt. Dahinter steht die Absicht, den Transport von Wechselbehältern zu optimieren. Angedacht ist eine Verlängerung des Gliederzugs von 18,35 auf 18,75 Meter.

Gelassen trotz Ozon-Alarms:

Mögliche Fahrverbote treffen das Gewerbe wohl nicht. Zum einen ist die Belastungsgrenze hoch angesetzt, zum anderen gibt es eine Übergangsregelung bis 1998. Generell dürfen bei hohen Ozonwerten aber nur Lkw fahren, die mindestens Euro 1 erfüllen.

Fusion angebahnt:

Der frisch gewählte Präsident des Bundesverbands des Deutschen Güterfernverkehrs (BDF), Hermann Grewer, schließt eine Hochzeit mit den im BDN versammelten Kollegen aus der Nahverkehrssparte nicht aus. "Bevor uns die Deregulierung am 30. Juni 1998 erwischt, müssen wir das alles unter Dach und Fach haben", sagt Grewer.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Datum

18. Mai 2012
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