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1994: Startschuss für 7,5-Tonner-Test

eurotransport.de zeigt ausgewählte Ereignisse der letzten 20 Jahre. Was passierte 1994?

Startschuss für den Supertest:

trans aktuell wird drei Jahre lang in der Nahverkehrsflotte der Spedition Amm in Schwaig bei Nürnberg beleuchten, welcher von vier 7,5-Tonnern in Sachen Wirtschaftlichkeit die beste Figur macht.

Neuer Name, neue Aufgaben:

Aus der Bundesanstalt für den Güterverkehr wir zu Jahresbeginn das Bundesamt für Güterverkehr – die Abkürzung BAG bleibt. Eine neue Aufgabe für das Amt ist der Bereich der Marktbeobachtung. Ziel: Fehlentwicklungen schnell erkennen und gegensteuern.

Deutsche Bahn AG startet durch:

Das neu gegründete Unternehmen nennt ehrgeizige Ziele. Finanzvorstand Diethelm Sack will 1994 keine Verluste mehr machen. Ziel sei es, den Umsatz um jährlich vier bis fünf Prozent zu steigern. Die Zahl der Mitarbeiter soll schrittweise von 350.000 auf 250.000 sinken.

Bei zehn Kilo ist Schluss:

Der Entwurf der Lastenhandhabungs-Verordnung löst Wirbel aus. "Eine Katastrophe", urteilt die damalige Arbeitsgemeinschaft Möbeltransport (AMÖ). Die Verordnung will Lastenträger besser schützen. Schon ab zehn Kilo müsse der Möbelpacker die Kundschaft bitten, Lasten selbst zu tragen.

Postverteilung ohne die Post:

Große Kunden des Logistikdienstleisters wollen ihre Infopost künftig selbst ausliefern oder von privaten Wettbewerbern verteilen lassen. Das Fraunhofer-Institut soll in einer Studie erarbeiten, welche Alternativen es zum gelben Riesen gibt.

Unterschiedlich gewichtet:

Die Niederlande wollen bei 50 Tonnen bleiben, in Italien sind 44 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht bei Lkw Standard. Das Verkehrsministerium will in Deutschland jedoch bei 40 Tonnen auf der Straße bleiben.

6:3 für Teleroute:

So fällt das deutliche Ergebnis zu Gunsten der Frachtenbörse aus. Ein halbes Jahr lang haben Spediteure im Auftrag von trans aktuell den elektronischen Marktplatz getestet. Die Bilanz der Unternehmer: bis zu 32.000 Mark zusätzlicher Umsatz und bis zu 40 Prozent weniger Leerkilometer.

Pakete auf der Schiene:

Die Vorstände von Post und Bahn, Dr. Klaus Zumwinkel, und Heinz Dürr, unterzeichnen eine Vereinbarung, wonach die damalige Deutsche Bundespost einen möglichst großen Anteil der Ferntransporte über die Schiene abwickeln will. Ziel ist ein 24-Stunden-Service für Pakete.

Bahn stellt sich dem Wettbewerb:

Bahn-Chef Heinz Dürr kündigt im Redaktionsgespräch mit trans aktuell im November an, die Leistung zu verbessern und neue Produkte auf den Markt zu bringen. Ein Beispiel: Im Januar 1995 soll das Hochleistungsnetz Schiene im Kombinierten Verkehr starten und die Wirtschaftszentren im Bundesgebiet verbinden.

Weg frei für die Autobahngebühr:

Das BAG rüstet sich für die Ausgabe von Vignetten für die neue Lkw-Gebühr, die von 1. Januar 1995 an fällig sein soll. Rund 6.000 Zahlstellen sollen eingerichtet werden. Zur Kasse gebeten werden Brummis ab zwölf Tonnen.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Datum

16. Mai 2012
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