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1992: Ostdeutsche Speditionen unterm Hammer

eurotransport.de zeigt ausgewählte Ereignisse der letzten 20 Jahre. Was passierte 1992?

Ostdeutsche Speditionen unterm Hammer:

Von 390 Unternehmen sind im Mai noch 25 zu haben. Das teilt die Berliner Treuhand mit.

Pilotprojekt bei Dachser:

Die Spedition testet in Herne ein Lesegerät am Firmentor. Es erfasst automatisch Wechselbrücken, die mit elektronischen Sendeeinheiten (Tecs) versehen sind. Von RFID ist damals noch nicht die Rede. Ein Tec kostet damals rund 150 Mark.

Geheimnis gelüftet:

Nach Daily und Euro-Cargo präsentiert Iveco mit dem Euro-Tech eine neue Baureihe für den schweren Einsatz. Vier Fahrerhäuser mit drei Motorvarianten von 345 bis 420 PS stehen zur Wahl.

Weg für Lkw-Maut geebnet:

Die EG-Verkehrsminister geben grünes Licht für Lkw-Gebühren in den Ländern der Gemeinschaft. Im Juli fordert EG-Verkehrskommissar Karl van Miert die EU-Kommission auf, Details auszuarbeiten.

Frankreich am Rand des Kollaps:

Tausende von Lkw blockieren die Straßen, in Lille und Toulouse bricht die Versorgung zusammen. Die Armee löst die Blockade mit Panzern auf. Bei der Blockade sterben vier Menschen. Manch ein deutscher Transportunternehmer sei in seiner Existenz gefährdet, warnt der Bundesverband des Deutschen Güternahverkehrs (BDN).

Milliardenschweres Paket:

Das Bundeskabinett hat den Bundesverkehrswegeplan 1992 gebilligt. Er sieht bis zum Jahr 2010 Investitionen von insgesamt 493 Milliarden Mark vor. Priorität haben die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit.

Große Weichenstellung:

Das Bundeskabinett stimmt für die Strukturreform der Eisenbahnen. Das Ziel: die Belastungen der defizitären Bahn abbauen und mehr Menschen und Güter auf die Schiene bringen.  Zum 1. Januar 1994 soll die Deutsche Bahn AG an den Start gehen.

Umzug auf der Schiene:

Die Spedition Paul von Maur aus Stuttgart hat 10.000 Kartons in 29 Koffern nach Dresden gebracht. Der Transport im Sommer 1992 war die Premiere des ersten Umzugs im Kombinierten Verkehr.

Fünf Marken, eine Mission:

trans aktuell hat zusammen mit der Spedition Benntrans drei Jahre lang fünf Gliederzüge verschiedener Hersteller getestet. Den geringsten Kraftstoffverbrauch hat am Ende der MAN 24.362, der es auf 33,9 Liter bringt. Die Fahrzeuge waren bis nach Afrika unterwegs.

Begehrte EG-Lizenzen:

Die neuen EG-Lizenzen kommen. Sie gelten ab 1. Januar 1993 für jeweils fünf Jahre. Unternehmer können die Dokumente bei den Außenstellen der Bundesanstalt für den Güterfernverkehr (BAG) beantragen. Das BAG rechnet mit der Ausgabe von rund 10.000 Lizenzen.

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Datum

16. Mai 2012
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