Alles über Historische Deutschlandfahrt
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15. Historische Deutschlandfahrt 2016: Startschuss fällt in Stuttgart

Vom 1. September bis zum 9. September 2016 tourt die 15. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge unter dem Namen "Tour-der-Highlights" durch die Lande. In Stuttgart ist der Startschuss erfolgt.

Was braucht es eigentlich, um eine fixe Idee zu einem Klassiker reifen zu lassen? In erster Linie Menschen, die mit Herzblut dabei sind. Daran mangelt es der Deutschlandfahrt historischer Nutzfahrzeuge seit der Jungfernfahrt im Jahre 1987 keineswegs – und so versammeln sich bei der 15. Auflage der vermutlich größten deutschen Oldtimer-Ausfahrt für Lastkraftwagen und Omnibusse 125 Oldtimer-Liebhaber mit Ihren automobilen Raritäten bei bestem Spätsommerwetter zum Start am Mercedes-Benz-Museum in Bad Cannstatt. Fahrzeuge längst verblichener Marken wie VEB Horch oder Gräf & Stift teilen sich den Parkplatz mit chromverzierten Ikonen aus Übersee und den Veteranen namhafter europäischer Hersteller. 

Als Vertreter der letztgenannten Gruppe sorgt Mercedes-Benz beim Stelldichein vor den  Werkstoren nicht nur für ausreichend Parkraum und für das Abendessen der im Laufe des Tages angereisten Teilnehmer, sondern schickt auch einige Kleinode aus der eigenen LKW- und Bussammlung mit auf die Reise. Der inoffizielle Preis für die kürzeste Anreise geht unter anderem an den "Tausendfüßler" LP 333 mit der Startnummer 1, der lediglich aus dem Werks-Museum herausrollen musste. Gesellschaft leisten ihm die beiden Transporter aus der Baureihe 319. 

Die weiteste Anreise haben der gerade erst zum "echten" Oldtimer herangereifte Volvo F12 von Ulf Jönsson aus Schweden (Startnummer 11) und der Scania Vabis LS7650 des Norwegers Knut Evensen mit der Ziffer 13 hinter sich. 

Zwei Generationen am Steuer

Das Erbe des anno 2014 im Alter von 75 Jahren verstorbenen Initiators der Deutschlandfahrt, Robert Fehrenkötter, wird von seiner Frau Ulla und den Söhnen Joachim und David fortgeführt. Sie sind der familiäre Kern der Deutschlandfahrt. "Aus Teilnehmern sind im Laufe der Jahre Freunde geworden", stellt Joachim Fehrenkötter dann auch bei der Begrüßungsrede fest. Der Grundgedanke sei seit 1987 aber auch nach wie vor, der Bevölkerung entlang der Tour die Geschichte des Nutzfahrzeugs in einem rollenden Museum näher zu bringen. Der ETM Verlag setzt sich für ein besseres Miteinander zwischen Verkehrsteilnehmern jeglicher Couleur ein und hat mit der Firma Fehrenkötter vor genau 20 Jahren die "Initiative historische Kraftfahrzeuge" ins Leben gerufen, die bis heute die Deutschlandfahrt ausrichtet. Oliver Trost, Geschäftsführer des ETM Verlags, verspricht als Schlussredner einiges für die folgenden neun Tage: Das Motto "Tour der Highlights" macht nicht nur Lust auf sehenswerte und historisch bedeutsame Städte wie Speyer, Trier, Münster und Hamburg. Einige dieser Orte sind den Teilnehmern auch schon als Ziele vergangener Deutschlandfahrten in bester Erinnerung. Die Vorfreude auf eine große Portion "Weißt du noch…?" steigt kurz vor dem Startschuss. 

Start your engines

Mit diesem beginnt schließlich der erste echte Tour-Tag. Kurz nach neun Uhr greifen Joachim und David Fehrenkötter zum Mikrofon und erläutern den Oldtimer-Liebhabern die weiteren Schritte. Roadbooks werden ausgegeben sowie jeweils eine Fleecedecke vom ersten Gastgeber – sicher ein nützliches Accessoire für die kommenden Tage. Im Fahrerlager herrscht geschäftiges Treiben. Einer der jüngsten aktiven Teilnehmer der Tour: Wim Kuijl aus dem belgischen Stekene ist 27 Jahre alt und in achter Generation industrieller Käse-Produzent. Er nimmt bereits zum zweiten Mal an der Deutschlandfahrt teil, seine Eltern steuern den seltenen, blaugelb lackierten FTF Hängerzug. Für Wims Ehefrau Tara ist es die erste Oldtimer-Ausfahrt dieser Art. Knut Evensen (Teilnehmer mit der letzten Anreise) trifft die letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Abfahrt und gibt einen kurzen Abriss über die Geschichte seines Scania Vabis. Als ehemals größter Spediteuer Norwegens schickte er seinen Fuhrpark oftmals mit Schiffsteilen beladen in den Iran. 

Wenige Minuten später ist es vorbei mit der Beschaulichkeit, als der Motor des Scania Vabis wie auch die der direkten Nachbarn zum Leben erwachen und die ersten Meter der rund 1.200 km langen Deutschlandfahrt unter die Räder nehmen. 

Hier können Sie die Tour und jedes einzelne Fahrzeug live verfolgen.

Autor

Foto

Timo Albietz

Datum

2. September 2016
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