90.000 Fahrzeuge täglich: Eine Lebensader der Region fällt aus
Schockwellen löste die Vollsperrung der linksrheinischen Vorlandbrücke aus, die zur Strombrücke über den Rhein führt. Für den Güterverkehr der Region bedeutet die abrupte Vollsperrung große Umwege. Laut der Autobahn GmbH soll die Brücke abgerissen und ein Ersatzneubau in maximal zwei Jahren entstehen.
Untersuchungen Anfang Juni hatten strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben, nur kurz danach folgte die Vollsperrung der Rheinbrücke A565, die als Hochstraße aus Spannbeton zur eigentlichen Strombrücke über den Rhein führt. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) nutzen täglich rund 90.000 Fahrzeuge den Brückenzug als wichtigste Ost-West-Verbindung der Region Bonn/Rhein-Sieg. Nur zwei Tage nach der Vollsperrung war Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen; gleich am nächsten Tag wurde durch das Ministerium ein Lenkungskreis eingerichtet, der die weiteren Schritte koordiniert. Für den in Bonn ansässigen Bundesverband für Eigenlogistik & Verlader (BWVL) zeigt der Vorfall, wie verwundbare Infrastruktur zum Risiko für Wirtschaft, Versorgungssicherheit und Beschäftigung wird.
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