Kim Kohlmeyer: Für mich ist natürlich jetzt wichtig, dass wir die öffentliche Infrastruktur hinbekommen. Jetzt ist ja die Ausschreibung für die unbewirtschafteten Raststätten durch die Autobahn GmbH erfolgt – ich hätte mir gewünscht, dass auch die bewirtschafteten mit dabei gewesen wären, denn das wäre der eigentliche Use Case für die Ladesäulenbetreiber. So hätte man profitable und nicht sehr profitable Standorte besser zusammenfassen können, im Rahmen eines ganzheitlichen und flächendeckenden Netzes. Mich ärgert ein bisschen, dass die Politik das nicht getan hat und von den Unternehmen verlangt, ein Risiko einzugehen, selber aber das Risiko scheut.
Das ist vor allem eine Frage der Regionalität sowie der vorhandenen Infrastruktur. Ein unbewirtschafteter Standort ist regional gesehen vielleicht an einer Nebenstrecke und unter Umständen nicht so frequentiert wie ein bewirtschafteter Standort, an dem ein Fahrer auch einen Kaffee trinken oder duschen kann – und dann eben auch lieber lädt. Diese profitableren Standorte finden sich dann meistens auch auf hochfrequenten Autobahnen.
Der Bund wartet aktuell eine Klage ab, die zum Pkw-Schnellladenetz läuft, um die bewirtschafteten Rasthöfe auszuschreiben. Dadurch wird eine Verzögerung durch die Klage hingenommen, die daraus entstehende Rechtsunsicherheit wird nicht aktiv angegangen. Zusammen mit der Einstellung der Förderung im Rahmen von KsNI war das ein schlechtes Vorgehen des Bundes. Wir haben im Punkt der Dekarbonisierung gerade ein Momentum, das wir unbedingt halten müssen – durch solche Aktionen wird es aber gebremst.
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