220 Millionen Euro für H2-Lkw und -Tankstellen

220 Millionen Euro für H2-Lkw und -Tankstellen
Bund erleichtert Umstieg auf Wasserstoff

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) startet ein Förderprogramm für Wasserstoff im Schwerlastverkehr. Deutschlandweit wird der Aufbau von bis zu 40 Wasserstoff-Tankstellen bezuschusst.

Paul PH2P Wasserstoff-Lkw 2024
Foto: Julian Hoffmann

Im Mittelpunkt des Förderaufrufs stehen laut Bundesministerium für Verkehr (BMV) der Bau neuer öffentlicher Wasserstoff-Tankstellen sowie die Anschaffung neuer Wasserstoff-Fahrzeuge. Der Zuschuss von 220 Millionen Euro reiche für bis zu 40 Wasserstoff-Tankstellen und damit bis zu 400 H2-Lkw auf Deutschlands Straßen.

Kombinierter Ansatz soll Henne-Ei-Problem lösen

Durch den kombinierten Ansatz könnten neue Tankstellen von Beginn an ausreichend ausgelastet sein. Transport- und Logistikunternehmen wiederum finden ein verlässliches Tankstellennetz vor.

„Wasserstoff spielt technisch, wirtschaftlich und geopolitisch eine wichtige Rolle für einen klimafreundlichen Schwerlastverkehr und ergänzt batterieelektrische Antriebe sinnvoll. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag die Förderung einer Wasserstoffbetankungsinfrastruktur vereinbart“, sagt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Das BMV löse damit das Henne-Ei-Problem: „Die Lkw-Fahrer finden verlässliche Betankungsmöglichkeiten und die Tankstellen werden von Beginn an ausgelastet.“

Bis zu 50 Prozent Zuschuss für Tankstellen

Wasserstoff-Tankstellen müssen demnach die Anforderungen der europäischen Ausbauziele (AFIR-Verordnung) erfüllen und können mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden. Neufahrzeuge der Klassen N2 und N3 mit wasserstoffbasiertem Antrieb können mit bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionsmehrausgaben gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug bezuschusst werden.

Anträge bis 31. Mai möglich

Mithilfe der Förderung soll die Nachfrage im gesamten deutschen Wasserstoff-Tankstellennetz steigen. Projektanträge können bis 31. Mai 2026 im Online-Förderportal des Bundes eingereicht werden.