Die Nordkurier Mediengruppe reagiert damit auf steigende Kosten in der klassischen Frühzustellung und auf sinkende Auflagen im Printgeschäft. Darüber berichtet der Mediendienst Kress unter Berufung auf Aussagen von Geschäftsführer Lutz Schumacher.
Vorabendtouren bündeln mehrere Sendungen
Die Nordkurier Mediengruppe baut für die neue Zustellung ein eigenes Logistiknetz auf. Neben Zeitungen sollen künftig auch Pakete, Lebensmittel, Medikamente und Briefe transportiert werden. Die Zeitung werde dabei gemeinsam mit anderen Sendungen ausgeliefert. Nach Angaben Schumachers gehört Hermes bereits zu den Kunden des Netzes. Die Zustellung erfolgt am Abend, wenn die verschiedenen Waren verfügbar sind. Dadurch sinken laut Schumacher die Kosten pro Zustelltour. Die gedruckte Zeitung solle auf diese Weise langfristig wirtschaftlich zustellbar bleiben.
Tests laufen in mehreren Regionen
Das neue Modell wird bereits in mehreren Regionen getestet. Dazu zählen die Uckermark, die Müritz-Region sowie das Verbreitungsgebiet der Schwäbischen Zeitung in Baden-Württemberg. Laut Schumacher verliefen die bisherigen Tests positiv. Das Projekt soll noch im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden. Für Leser verändert sich neben dem Lieferzeitpunkt auch der Erscheinungsrhythmus. Die gedruckte Ausgabe erscheint künftig dienstags bis sonntags statt montags bis samstags. Die digitale Zeitung wird weiterhin täglich veröffentlicht. Aktualisierte Inhalte nach Redaktionsschluss sollen über das E-Paper verfügbar bleiben.
Verlage suchen neue Zustellkonzepte
Schumacher sieht das Modell auch als möglichen Ansatz für andere Verlagshäuser. Ohne neue Zustellkonzepte drohe gedruckten Tageszeitungen langfristig das Aus in vielen ländlichen Regionen. Zur Nordkurier Mediengruppe gehören neben dem Nordkurier und der Schweriner Volkszeitung auch die Schwäbische Zeitung sowie der Zollern-Alb-Kurier.






