BALM überprüft Lkws wegen Verstößen

Lkw-Verkehrskontrollen im Juli
BALM stellt 128 Regelverstöße fest

Das BALM führte im Juli bundesweit im Güterverkehr Schwerpunktkontrollen zu Kabotage, Wochenruhezeit und Fahrzeugtechnik durch. Die Ergebnisse zeigen zahlreiche Verstöße – doch sie erlauben keinen Schluss auf die Gesamtlage.

BALM
Foto: ETM/KI-generiert via OpenAI

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) hat im Juli an mehreren Tagen bundesweite Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Im Fokus standen die Kabotagebestimmungen, das Verbot, die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit im Fahrzeug zu verbringen, sowie technische Mängel an Lkw. An insgesamt 109 Kontrollstellen waren 398 Kontrollkräfte des Verkehrskontrolldienstes eingesetzt. Die Auswahl der Standorte richtete sich laut BALM unter anderem nach dem erwarteten Verkehrsaufkommen, Erfahrungen aus früheren Kontrollen und Strecken mit vielen gebietsfremden Fahrzeugen. Auch große Verlader aus Industrie, Logistik und Versandhandel standen im Blickpunkt.

Kabotage und Wochenruhezeit geprüft

Zur Prüfung der Kabotagebestimmungen nahmen die Einsatzkräfte 1.334 Rechtsgebietskontrollen vor. Dabei registrierte das BALM 50 Beanstandungen mit insgesamt 72 Verstößen. Weitere 474 Kontrollen galten dem Verbot, die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit im Fahrzeug zu verbringen. Hierbei stellten die Kontrolleure 31 Verstöße fest. Die Anschlussstelle Mainz wurde am 16. und 17. Juli durch Kräfte des örtlichen Polizeipräsidiums bei Schleierfahndungskontrollen unterstützt.

Technische Mängel an Lkw

Bei 123 Rechtsgebietskontrollen auf technische Mängel an Lkw zählte das BALM 25 Verstöße. An den Kontrollaktionen waren zudem 31 Experten für Technische Unterwegskontrollen beteiligt. Insgesamt führte das BALM im Rahmen der Schwerpunktaktionen 1.617 Verkehrskontrollen durch. Die dabei erhobenen Sicherheitsleistungen beliefen sich über alle kontrollierten Rechtsgebiete hinweg auf 150.248,26 Euro. Das Amt weist darauf hin, dass die Ergebnisse der Schwerpunktaktionen nicht repräsentativ sind und keine belastbaren Rückschlüsse auf die allgemeine Lage im Straßengüterverkehr zulassen. Weitere Kontrollaktionen mit den Schwerpunkten Kabotage, Wochenruhezeit und technische Unterwegskontrollen sind angekündigt.