VDV bestätigt Berends als Vize

Verbandsführung wurde erneut bestätigt
VDV bestätigt Berends als Vize

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat Joachim Berends erneut zum Vizepräsidenten gewählt. Die Branche sieht sich mit hohen Kosten, Engpässen und Wettbewerbsfragen konfrontiert. Welche Forderungen daraus entstehen.

VDV, Joachim Berends, VDV-Vizepräsident
Foto: Adobe Stock - The Stock Photo Girl / VDV, Montage: Oswin Zebrowski

Der Verwaltungsrat Schienengüterverkehr im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat Joachim Berends einstimmig für weitere drei Jahre als Vorsitzenden bestätigt. Damit bleibt er zugleich Vizepräsident des Verbands und tritt seine fünfte Amtszeit an. Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurde Carsten Strähle, Geschäftsführer des Hafens Stuttgart, als stellvertretender Vorsitzender.

Branche unter wirtschaftlichem Druck

Die Wiederwahl erfolgt in einer Phase, in der der Schienengüterverkehr mit strukturellen Problemen konfrontiert ist. Dazu zählen hohe Trassenpreise, eine überlastete und störanfällige Infrastruktur sowie komplexe und langwierige Baustellenkoordination. Gleichzeitig sehen sich die Unternehmen einem aus ihrer Sicht unzureichend fairen Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Interessenvertretung innerhalb des Verbands an Bedeutung. Der Verwaltungsrat vertritt rund 200 Unternehmen des Schienengüterverkehrs im VDV.

Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen

Joachim Berends betont die Rolle des Schienengüterverkehrs für eine klimafreundliche und leistungsfähige Logistik. Voraussetzung dafür seien jedoch verlässliche wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Dazu zählen aus seiner Sicht eine leistungsfähige Infrastruktur, planbare Baustellen sowie wettbewerbsfähige und kalkulierbare Trassenpreise. Zudem fordert er einen klaren politischen Willen, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Diese Punkte will er gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen in den kommenden drei Jahren weiter vorantreiben.

Verband setzt auf Kontinuität

VDV-Präsident Ingo Wortmann hebt die langjährige Erfahrung und Fachkenntnis von Berends hervor. Dieser setze wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Schienengüterverkehrs. Auch VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff sieht in der Wiederwahl ein Signal für Kontinuität und eine stabile Interessenvertretung der Branche.