Nach endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) sind im Jahr 2025 in Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das waren 62 Getötete mehr als 2024. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verletzten um 1,7 Prozent auf rund 371.000. Die Polizei registrierte rund 2,52 Millionen Verkehrsunfälle und damit leicht mehr als im Vorjahr.
Geschwindigkeit häufigste Unfallursache
Nach Angaben von Destatis blieb überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle. 812 Menschen kamen bei Unfällen ums Leben, bei denen mindestens eine beteiligte Person die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell unterwegs war. Damit standen 29 Prozent aller Verkehrstoten im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsunfällen.
Landstraßen bleiben besonders gefährlich
56 Prozent aller Verkehrstoten kamen 2025 auf Landstraßen ums Leben. Dort starben nach Angaben von Destatis 1.580 Menschen. Auf Autobahnen verloren 292 Menschen ihr Leben. Darunter waren 177 Pkw-Insassen, 59 Insassen von Güterkraftfahrzeugen – darunter Lkw, Sattelzugmaschinen und Kleintransporter – sowie 34 Fahrerinnen und Fahrer von Krafträdern.
DVR fordert konsequente Umsetzung
Der Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) sieht den Anstieg der Verkehrstoten mit Sorge. Der Verband fordert, die Empfehlungen von Unfallkommissionen konsequenter umzusetzen. Nach Angaben des DVR scheitert die Entschärfung bekannter Unfallhäufungsstellen häufig an fehlendem Personal, knappen Finanzmitteln oder bürokratischen Hürden.
Ablenkung häufiger als Unfallursache
Nach einer Auswertung der Destatis-Daten durch den DVR wurde Ablenkung 2025 häufiger als Unfallursache festgestellt. Die Zahl der Beteiligten, bei denen Ablenkung als eine der Unfallursachen erfasst wurde, stieg von rund 8.700 im Jahr 2024 auf etwa 9.500. Der Verband fordert deshalb einen stärkeren Einsatz kamerabasierter Systeme zur Erkennung verbotener Handynutzung am Steuer.





